Vom Segen der (körperlichen und geistlichen) Bewegung
In ein paar Minuten werde ich vom Schreibtisch aufstehen, meine Tasche schnappen und ins Fitnessstudio (schreibt man doch nach den neuen Regeln mit 3 „s“, oder??) gehen, um mich in der Mittagspause meinem Training zu widmen.
Das und Nordic Walking (jaja, ich gebe es zu…) sind so die Sportarten, die ich im Augenblick und im Zuge meiner Gewichtsabnahme betreibe, um zur Bewegung zu kommen. Vom täglichen Fahrradfahren mal abgesehen. In der Kur, in der ich mich letzten November befand, fiel mir das leicht (da war man in einer Gruppe mit überwiegend hochmotivierten Gleichgesinnten), seit ich wieder zuhause bin, wird es zunehmend schwieriger, zum einen die Disziplin aufzubringen, zum anderen, die Zeit, die der Sport erfordert, mit meinem Tagesablauf unter einen Hut zu kriegen.
Trotzdem merke ich, dass ich viel mehr Puste habe als noch vor einem halben Jahr, mit dem Fahrrad Steigungen packe, von denen ich vor eben diesem halben Jahr nicht mal zu träumen gewagt hätte und über den größten Teil des Tages auch geistig wacher und präsenter bin (wenn die Kinder nachts durchgeschlafen haben zumindest…). Bewegung trainiert nicht nur die Muskeln, sondern bringt den ganzen Kreislauf in Schwung.
OK, das ist nichts Neues. Was ich aber in der letzten Zeit bemerke, ist, dass für den geistlichen Bereich ähnliche Regeln gelten. Wer sich nicht trainiert, rostet ein. Konkret: Wer sich nicht ins Gespräch mit anderen begibt, keine Zeit mehr findet, Bücher (oder zur Not Zeitschriftenartikel) zu lesen, sich eine ruhige Stunde zu nehmen um nachdenken zu können, der rostet geistig (und geistlich!) ein. Ich merke das immer daran, dass meine Predigten anfangen, sich thematisch im Kreis zu drehen und sich Aussagen manchmal von Sonntag zu Sonntag wiederholen.
Klar, es ist nicht einfach, sich in einem vollen Tagesablauf Zeit zu nehmen. Aber wenn ich das trotzdem schaffe, macht es sich bezahlt, in meiner eigenen Gottesbeziehung und auch in der Art und Weise, wie ich zu anderen von Gott rede. Der Ratschlag, auf genügend Bewegung zu achten, gilt also nicht nur für den physischen Bereich…
Tags: Abnehmen, Bewegung, Sport, Zeit
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März 12, 2008 at 11:27
Ich glaubs nich – ein Pastor, der abnehmen will!!! Wie klein ist doch die Welt!
Schöne Grüsse!
März 13, 2008 at 7:19
Hi Gluglu,
… und herzlich willkommen. „Wollen“ trifft es beim Abnehmen zwar auch, aber, um ehrlich zu sein, muss ich es auch, da im letzten Jahr um diese Zeit ein stark erhöhter Blutdruck festgestellt wurde. Das führte dazu, dass ich im letzten November in Lindenfels/Odenwald 4 Wochen zur Kur war und von da aus in ein 2-Jahres-Programm zur Gewichtsreduktion eingestiegen bin. Habe seither knapp 18 Kilo geschafft und fühle mich um Welten besser. Werde mich auch gleich nachher mit ganz neuer Motivation ins Fitness-Studio begeben.
Grüße zurück!
März 13, 2008 at 2:20
Is ja der Hammer – 18 Kilo! Gratulation dazu! Bleib dran! Wenn ich das schaffe, bin ich schon fast am Ziel. Abnehmen is viel Kopfsache, sag dir einfach, dass du das Ziel auf jeden Fall erreichen willst! Es gibt keine Alternative mehr! Und als Pastoren ham wir ja die Freiheit uns den Tag weitgehend selber einteilen zu können – halt ein absoluter Traumjob