Das Lob der tüchtigen Hausfrau …

Hört sich irgendwie antiquitiert an, oder? Viele Bekannte von mir zucken bei dem H-Wort schon zusammen, als hätte ich irgendeine Obszönität von mir gegeben.

Nun trifft es sich, dass meine Frau z.Zt. nicht – wie sagt man so schön – „sozialversicherungspflichtig erwerbstätig“ ist. Wer meint, das würde bedeuten, dass sie nicht arbeiten würde, den lade ich gerne ein, mal für ein paar Tage den Haushalt mit verschiedenen Gastgeberpflichten und 2 kleinen Kindern zu schmeißen…

Im Augenblick ist meine Frau Sabine mit unserem 3. Kind im 5. Monat schwanger und liegt im Bürgerhospital in Frankfurt/Main, da in der Schwangerschaft – wie in denen zuvor auch – Komplikationen aufgetreten sind. Dieses Mal war’s ein Riss in der Fruchtblase, der sich allerdings, so wie die Dinge am heutigen Tag stehen, anscheinend von allein wieder geschlossen hat. Wie das weiter verläuft, bleibt abzuwarten.

Für mich heißt das: Neben meinen Dienstpflichten als Pastor noch einen Teil des Haushalts zu übernehmen (wir haben zum Glück eine Haushaltshilfe bewilligt bekommen, die zwei Mal in der Woche für je 3-4 Std. kommt) und unsere beiden Kids – zwei Mädels, dreieinhalb Jahre und ein Jahr alt - zu versorgen und zu beschäftigen. Da kommen mir dankenswerterweise auch natürlich einige liebe Menschen aus der Gemeinde zu Hilfe, bei denen die Kinder mal stunden- oder tageweise unterkommen können.

Trotzdem weiß ich an solchen Tagen zu schätzen, was meine Frau zuhause leistet, obwohl sie nicht in ihrem Beruf tätig ist. Wieviel Kraft, Kreativität in der Tagesgestaltung, Planung, Organisation, Emotionalität und Nerven sie in unser Zuhause und die Familie investiert. Und das ist nicht immer einfach – wenn ich z.B. von einem anstrengenden Tag komplett k.o. bin und eigentlich (an freien Abenden) nur noch Bock habe, vor der Glotze abzuhängen, oder wenn unsere Älteste (die, man muss es so sagen, charaktermäßig ziemlich Feuer unter’m Hintern hat) mal wieder die Grenzen der elterlichen Toleranz austestet. Ich weiß, dass man vermutlich auch mit seinen Aufgaben wächst, aber ich muß trotzdem meiner Frau (und allen anderen Frauen und/oder Männern, die vollzeitlich für die Kinder zuhause sind) größten Respekt für ihre Tätigkeit zollen. Möge Gott Euch dafür jeden Tag segnen und mit der nötigen Kraft ausstatten! Und das gilt erst recht für alle Alleinerziehenden, für die es noch um einiges herausfordernder sein dürfte.

Ich werde in der Woche also die beiden Kinder haben. Kleine Herausforderung in der Woche vor Ostern, damit’s nicht langweilig wird…

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