DVD-Empfehlung: „The Corporation“

Der Dokumentarfilm  „The Corporation“ war ein Weihnachtsgeschenk meines Schwagers Weihnachten 2006. Eine DVD, die immer wieder mal im DVD-Player landet. Sie beleuchtet verschiedene Merkmale von Großkonzernen: Ihre Entstehung, ihre Rechtsgrundlagen, ihre Zielsetzungen, ihr Umgang mit den Angestellten, ihr Verhältnis zur Umwelt, das Werbeverhalten und und und… Nicht gerade „Easy viewing“, es gibt ziemlich viel Info zu verdauen. Und es ist viel drin, was ich vorher noch gar nicht wusste.

So hat z.B. in den USA ein Konzern den Rechtsstatus einer Person. Allerdings einer Person, die kein moralisches Empfinden oder gar Gewissen kennt; sie ist per Gesetz (!) dazu verpflichtet, das Streben nach Profit über alles andere zu stellen. Und das hat Folgen, Folgen für den Konsumenten, für den Angestellten, den Lohnarbeiter, der die Produkte herstellt oder zusammenschraubt, für die Medien, das politische System… Der Film zeigt anhand von Fallbeispielen, wohin das führen kann.

Linke Propaganda? Manches mag vielleicht etwas zugespitzt sein, aber die Produzenten des Films können in ihren Fallbeispielen lückenlose Ketten von Fakten präsentieren. Und die sind – teilweise buchstäblich – nicht appetitlich.

Gut geeignet gerade für Christen aus dem evangelikalen Spektrum, die meiner Erfahrung nach dem Turbo-Kapitalismus oft ignorant bis zustimmend gegenüberstehen. Vielleicht kann uns ein Film wie dieser ja ein bisschen die Augen öffnen und barmherziger machen (im Gebet und in der Praxis) gegenüber den Menschen, die unter exakt dieser Wirtschaftsordnung leiden…

Die DVD ist erhältlich bei amazon.de (nicht ganz billig, um die 25,-€ oder 15,- € für die, die auf die deutschen Untertitel verzichten können) oder bei zweitausendeins.de für 14.90€ (inklusive deutscher Untertitel).

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