Bücher, die mich gerade beschäftigen…

So, nach längerer Blog-Pause (bedingt durch ein paar eher stressige Tage) bin ich wieder zurück. Zur Zeit lese ich, wie meistens, mal wieder 3 Bücher parallel. Die Titel wähle ich je nach Tageszeit und Aufmerksamkeitskapazität: Wenn ich gut ausgeschlafen und richtig gut drauf bin, lese ich im Augenblick nach wie vor das Buch „Jesus von Nazareth“ von Benedikt XVI. (ein Buch, das ich bis zum jetzigen Zeitpunkt übrigens absolut klasse finde), in den letzten Tagen las ich (auf Empfehlung meiner Frau) ein Buch, das die Mutter eines Jungen mit Down-Syndrom geschrieben hat und in dem sie ihren Alltag mit ihrem Sohn und ihrer Familie, verbunden mit vielen Erinnerungen aus den vergangenen 15 Jahren, beschreibt. Sehr berührend, nachdenklich, witzig, und vor allem „easy reading“, was den Schwierigkeitsgrad anbelangt. Titel des Buches: „Bin Knüller“. Sehr empfehlenswert.

Ein weiteres Buch steht noch in der Warteschlange: „Neun Wege, Gott zu lieben“ von Gary L. Thomas. Darin geht es um verschiedene Zugangswege zu Gott, die Menschen verschiedener Persönlichkeitsprägung und verschiedenen Tempraments haben.

Das Buch, das mich allerdings im Augenblick am meisten beschäftigt, das mich nachdenken lässt und mich mit seinen Gedanken herausfordert, ist von einem meiner persönlichen christlichen Top-Autoren, Philip Yancey. In dem Buch geht es um das Thema „Beten“. Was ich an Yancey sehr schätze ist die Tatsache, dass seine Bücher, auch wenn sie sich um viel beschriebene Themen drehen, nie der „So-wirds-gemacht-Literatur“ zuzuordnen sind. Er geht in seinem Buch offen mit seiner eigenen Distanz zu dem Thema um, schaut sich große Beter in der Geschichte an, untersucht das Thema Gebet in der Bibel und widmet sich einzelnen Facetten dieses weiten Themas. Der Text wird immer wieder ergänzt durch persönliche Berichte von Menschen, die in ihrem Leben Erfahrungen mit diesem Thema gemacht haben, auch – und gerade – dann, wenn ihr Leben nicht nach schnurgeradem christlichem Strickmuster verlaufen ist.

Ich bin noch bei der Lektüre des Buches (schon zum zweiten Mal; man muss das wirklich mehrere Male lesen, um der Gedankenfülle Herr zu werden…), daher kann ich es noch nicht abschließend in seiner nachhaltigen Wirkung auf mich selbst beurteilen. Aber es gibt einige Sätze, die ich aus dem Buch mitnehme, und die ich gerade in meinem Alltag als sehr tröstlich empfinde, auch wenn ich sie inhaltlich schon längst kannte. Z.B.: Gott hört jedes Gebet, auch dann, wenn die Antwort vielleicht anders ausfällt, als wir es uns erhofft hatten. Oder – ein sehr schönes Zitat -: „Gottes Gnade fließt immer nach unten. Sie fließt nach unten und sie füllt die tiefsten Löcher unseres Lebens“. So ein wohltuender Kontrast zu der ganzen frommen „Bring-Dein-Leben-in-Ordnung“-Literatur unserer Tage. Jemand, der mit seinen ganzen eigenen Schwächen offen umgeht und mit diesen Schwächen an dieses Thema herangeht und so den Leser mitnimmt auf die geistliche Entdeckungsreise…

Unbedingte Buchempfehlung!

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