
"Die Erschaffung des Menschen" von Marc Chagall
Komme im Moment kaum dazu, was Sinnvolles zu schreiben, deshalb einfach mal eine Momentaufnahme aus der im vorigen Post beschriebenen Veranstaltung.
Die Resonanz auf die Chagall-Woche hier in Bad Vilbel sprengt von Anfang an unsere kühnsten Erwartungen. Bei der Eröffnungsveranstaltung mussten viele Besucher – trotz mehrfachem Stühle-nachstellen stehen, da der Saal mit geschätzten 220 Besuchern und den Exponaten einfach zu voll war (220 hört sich nach nicht so viel an – aber der Saal gibt echt nicht mehr her…). Am Montag abend (normalerweise der „Saure-Gurken-Tag“ bei Veranstaltungswochen) 140 Besucher. Gestern abend 160. Und tagsüber mehrere Führungen und (trotz des beschissenen Wetters) ein relativ konstanter Besucherstrom. Wie cool das ist – ich will nicht angeben, nur sagen, dass ich mich sehr darüber freue, mit Bildern zu biblischen Motiven auf solches Interesse zu stoßen.
Die Vorträge von Heiner Eberhardt sind sehr gut; mir gefielen die Bilder von Marc Chagall bisher schon sehr gut, allein von der Farbwahl, der Farbkombination und der Motivwahl her. Aber dass die Bilder von Chagall mit so vielen Details gespickt sind, die für sich betrachtet sehr viel erzählen und zusammen doch wieder ein Gesamtbild ergeben, das ist faszinierend. Und die

Durchzug durch das Rote Meer von Marc Chagall
Liebe und Güte Gottes und die Ruhe und Geborgenheit, die ein Mensch nur bei Gott finden kann, sind immer wieder zentrales Thema in den Vorträgen (und auch in den Bildern…). Ein Stil den ich liebe: Nicht mit dem emotionalen Holzhammer, aber dennoch direkt und zur Sache kommend.
Was uns als Vorbereitungsteam – bei aller Bescheidenheit – auch gut gelungen ist (bis jetzt zumindest) war die Auswahl der Musiker. Am Eröffnungsabend das Duo Sybille Wolf/Luis Martinez (Flügel & Violine, eher in Richtung Kammermusik), am Montag abend Jutta und Rainer Hahn, zwei musikalisch sehr begabte Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde hier vor Ort. Die begleiteten den Vortrag mit Klezmer-Musik am Fügel und der Klarinette. (Klezmer-Musik: Jüdische Musik, bei der es selbst dem eingefleischtesten Phlegmatiker schwer fällt, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben…).
Gestern abend das bisherige musikalische Highlight: Das Quartett UWAGA! begleitete den Vortrag zum Thema „Der Auszug ins gelobte Land“. Hier eine kleine Hörprobe (die sind auch bei Youtube zu finden).
Am Samstag findet ein Konzert mit der Gruppe „Hot & Cool“ statt: Ein Konzertabend mit jiddischen Liedern. Bin mal schwer gespannt.
Und am meisten gespannt bin ich natürlich auf den Abschlussgottesdienst am Sonntag zum Thema „Passion“ unter Beteiligung aller 3 Gemeinden. Wir sind gerade dabei, die ursprünglich geplanten Kapazitäten kurzfristig zu erweitern…
Ich bin – ihr merkt es – bis jetzt ganz begeistert von der Sache hier. Und gespannt, wie es weitergeht…
ach ja, btw: man soll die Feste feiern, wie sie fallen *tusch*: Das war mein 100ster Post. Und vor kurzem hat Akismet den 1000sten Spam-Kommentar abgewehrt … vermutlich sollte man dafür auch dankbar sein…
März 26, 2009 um 7:40
Wow – das klingt ja nach einem vollen Erfolg. So wie ich das lesen und auch hören kann, habt ihr das Projekt aber auch sehr professionell angegangen! Respekt und Glückwunsch!
Meinen Glückwunsch auch zum 100sten Post! Immer wieder schön hier
– hoffe es werden noch viele viele mehr!
Spam ist wie eine virtuelle Krankheit, davon 1000x befreit worden zu sein, ist denke ich schon ein Grund dankbar zu sein.
Noch weiterhin viel Erfolg und Segen für das Projekt und auch das Blog!