Die Insel ruft …
Die letzte Zeit war anstrengend. Sowohl in der Gemeinde als auch zuhause (Drei kleine Kinder schlauchen auf die Dauer ziemlich, auch wenn es sehr schön ist und wir für jedes von ihnen dankbar sind). Und so sind meine Frau und ich im Augenblick ziemlich urlaubsreif. Ab morgen bin ich für zwei Wochen in Urlaub. Werde erst zur Kommunion meines Neffen nach Süddeutschland fahren, und dann mit der ganzen Family nach Norddeutschland. Ab Mittwoch nächster Woche steht dann wieder meine persönliche Einkehrwoche auf der wunderschönen Nordseeinsel Spiekeroog an.
Ich bin in diesem Jahr zum 9. Mal auf der Insel. Ich weiß, dass das für viele eine seltsame Vorstellung ist, immer wieder an denselben Platz zurückzukehren, aber für mich hat es etwas Wohltuendes. Es ist wie nach-Hause-kommen. Meine Frau ist in der Zeit mit den Kids bei ihren Eltern; ich
weiß, dass sie genau so wie ich eine Auszeit braucht und bin deshalb sehr dankbar, dass sie mir die 5 Tage gönnt. Wir werden uns auch mal nach Möglichkeiten für sie umschauen, sich nach Schwangerschaft, 3 unmittelbar aufeinanderfolgenden Kleinkindphasen und dem Bändigen unserer kleinen Truppe mal aufzutanken.
Ich gehe nicht nur zum „Chillen“ nach Spiekeroog. (Obwohl mir auch das sehr gut tut…). Ich merke, dass ich in der letzten Zeit geistlich ziemlich am Boden schleife: Ich mache wohl meine Arbeit als Pastor, ich lege Bibeltexte aus und predige – aber ich merke, dass in meinem eigenen Leben der Durst nach lebendigem Wasser stärker wird. Ich freue mich auf die Begegnung mit Gott – ich hatte eigentlich vor, dieses Jahr nur die Bibel mit auf die Insel zu nehmen, habe aber vor kurzem das Buch „Aufstieg aus der Asche“ von Erwin Raphael McManus in die Hände bekommen. Da werde ich mal reinschauen.
Was auch dabei sein muss, sind meine Nordic-Walking-Stöcke, die Trinkflasche, die Sportschuhe und der MP3-Player. Ich freue mich schon, am Strand entlangzulaufen, die frische, salzige Seeluft zu genießen, dem Rauschen der Wellen zuzuhören (wenn ich nicht gerade Musik höre).
Ich habe im Laufe meines Dienstes gemerkt, wie sehr ich Zeiten der Stille und des Rückzugs brauche, um selbst aufzutanken. Um Gott zu suchen und ihn zu mir sprechen zu lassen. Um mich neu füllen zu lassen mit seinem Wort, mit Frieden, Ermutigung und neuen Gedanken und Perspektiven.
Ich fahre also auf die Insel, komme zur Ruhe und höre …
Tags: Einkehr, Insel, Ruhe, Spiekeroog
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Mai 5, 2009 at 6:42
… sowas ist immer so wohltuend. Alles gute dir und euch
Die Fotos stimmen schon mal gut ein und versprechen eine top Auszeit!