Neulich im Supermarkt

August 21, 2009

laufradWir hatten schon länger mal vor, für unsere Junia ein Laufrad zu kaufen; sie hat sich eines gewünscht und ist auch alt genug dafür. Auf der Suche nach einem stabilen, preiswerten Modell (man kann für die Dinger ja richtig Kohle abdrücken…) ist meine Frau im Nachbarort bei einem großen Supermarkt (kein Discounter) fündig geworden. Dort standen einige Fahrräder, Fahrradanhänger und auch noch ein einzelnes kleines Laufrad mit einem großen Schild oben drüber: 50% auf alle Fahrräder. Gemeint waren die Fahrräder, die direkt unter diesem Schild standen. Meine Frau war sich nicht sicher, ob sich das auch auf das Laufrad bezog und wollte zur Sicherheit noch mal nachfragen. Da entspann sich folgender Dialog:

Meine Frau (F): Sie haben dort einige Fahrräder zu 50% ausgezeichnet, gilt das auch für das Kinderlaufrad, das direkt daneben steht?

supermarktKassiererin (K): (extrem ratloses Gesicht) Bitte?

F: (wiederholt die Anfrage)

K: (Körpersprache und Mimik sagen: Hilfe, hier passiert was außerhalb des normal berechenbaren Tagesablaufs…) Ja, da muss ich mal schauen… (nimmt Hörer in die Hand und versucht, jemanden herzukriegen, der Bescheid weiß. Nach einigen Versuchen der Kontaktaufnahme folgende Worte): Äh, 50 Prozent, das wär doch dann die Hälfte, oder?

F: (irritiert) Ja.

K: (fasst sich ein Herz und fragt) Was sind denn die Hälfte von 30 Euro? Das wären dann doch 15, oder?

F: (nicht mehr sicher, ob sie von der ganzen Renovierung mittlerweile so geschafft ist, dass sie tagträumt): Ja.

K: Ja, dann macht das 15 Euro.

Ich rätsele immer noch über die Bedeutung des Vorfalls. War das jetzt „zahlen sie, so viel sie möchten!“, der schlechte Tag einer Angestellten, oder sitzt da tatsächlich jemand an der Kasse eines Supermarktes, der nicht rechnen kann??


Wie das Land, so das …

August 19, 2009

ACHTUNG! Dieser Artikel enthält Werbung! Und das gerne!

Was gibt es bei diesen Temperaturen schöneres als ein gepflegtes kühles Bier am Abend? Da werde selbst ich zum Biertrinker, obwohl ich mich bei dem Getränk sonst eher zurückhalte. Aber wenn, dann bevorzuge ich eher herbere Biere, was mich unausweichlich zum friesischen Brauhaus Jever führt. Die haben 2002 ein schönes, süffiges Schwarzbier namens „Jever Dark“ auf den Markt gebracht, was schnell zu einem meiner Lieblingsbiere avancierte.

Jever DarkMit Müh und Not und unter Einschaltung mehrerer Kontakte, die ihrerseits wiederum Kontakte zu Lebensmittelgroßmärkten hatten, gelang es mir vor 2 Jahren, einen Kasten davon hier im Rhein-Main-Gebiet zu ergattern (keine Chance in irgendeinem Getränkemarkt hier…). Leider hat Jever die Produktion des Bieres 2008 eingestellt, wie ich unlängst im Norden vor Ort erfahren habe (2 meiner Schwager wohnen in der Stadt…). Was ich sehr schade finde; vermutlich gab’s einfach doch nicht genug Abnehmer.

Von besagtem Kasten sind noch zwei Flaschen übrig – zwar schon jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums, aber das Bier ist immer noch gut. Jetzt überlege ich mir, ob ich die noch Schluck für Schluck genießen oder bei Ebay verticken soll…


von hinnen nach dannen

August 12, 2009
NICHT unser Umzugsfahrzeug!

NICHT unser Umzugsfahrzeug!

Meine Postings beschränken sich im Augenblick vor allem deshalb überwiegend auf geklaute Gedichte, weil wir gerade doppelt am Umziehen und am Renovieren sind. Umgezogen bin ich zum einen mit dem Büro der Gemeinde, in einen kleineren Raum, der aber wesentlich ruhiger gelegen, wesentlich näher am Wohnort und vor allem mitten in dem Stadtteil ist, in dem sich der Großteil der Gemeinde befindet. Ich würde ja sagen „Näher am Menschen“, wenn das nicht schon als Wahlkampfslogan ausgelutscht worden wäre.

Heute wurde das Telefon von Büro alt nach Büro neu umgestellt. Und das Unheimliche war: Es hat auf Anhieb und ohne Fehler funktioniert! Da kann was nicht stimmen, oder?Auch das Internet funzt auf Anhieb.

Auch privat ziehen wir um: Aus einer doch ziemlich beengten Wohnsituation in ein kleines Haus im alten Stadtteil, voll unterkellert und mit Speicher oben drüber. Und das Beste – ein großer Garten zum chillen, toben mit den Kindern, zum Gemüse pflanzen, zum Äpfel ernten und zum Blumen bewundern. Meine Frau ist fleißig am Renovieren (ich konnte nicht, weil ich fast den ganzen Sommer über krank war – erst Weisheitszähne, dann Streptokokken, dann Knie-OP am Meniskus…). In vier Wochen soll der Umzug stattfinden, und allmählich erleben wir in der neuen Wohnung, bildlich gesehen, die ersten Schöpfungstage nach: Es kommt Ordnung ins Chaos.

Werde versuchen, mich mal wieder häufiger zu melden…


Die Macht der Worte

Juli 8, 2009

megaphonWorte können in der zwischenmenschlichen Kommunikation gewaltige Auswirkungen haben. Es ist ja nicht nur einfach Information, die weitertransportiert wird, sondern das verknüpft sich mit dem Charakter, der Persönlichkeit, der Erfahrungswelt, der persönlichen Beziehung des Hörers zum Sprecher. Und umgekehrt.

Man kann einen Satz, der für sich genommen einfach nur eine Information ist,  ja schon allein auf verschiedenen Ebenen wahrnehmen. Nehmen wir mal an, ein Ehemann sagt zu seiner Frau: „Schatz, das Bier ist alle“. (Das Standard-Chauvi-Beispiel, ich weiß…). Hört die Frau auf der Appell-Ebene, dann versteht sie: „Hol’ mir ein neues!“. Hört sie auf der Beziehungsebene, dann versteht sie: „Hast du gerade nix zu tun?“. Hört sie hingegen auf der Ebene der Sachbotschaft, dann nimmt sie nur die Nachricht „Mein Glas ist leer“ wahr. Oder, eine andere Möglichkeit, die Ebene der Selbstoffenbarung. Das hieße, dass der Mann sagt: „Ich hab’ Durst“.

Bei einem Zeitmanagement-Seminar Anfang des Jahres wurde uns gesagt, dass Frauen im Allgemeinen eher auf dem Beziehungsohr und dem Appellohr hören, die Männer eher auf dem Sachohr und dem Ohr der Selbstoffenbarung. Das mag pauschalisierend sein, für mich war es neu, da ich die entsprechende Literatur bis dato noch nicht gelesen hatte.

Es gibt also immer mehrere Seiten einer Nachricht. Einfache Worte können, je nachdem, von wem, zu wem, in welcher Betonung und in welchem Zusammenhang sie gesprochen werden, wesentlich mehr bewirken, als ihr bloßer Wortlaut das vermuten lässt.

Ganz deutlich wird das bei Gerüchten, die in die Welt gesetzt werden. Die bestehen in der Regel aus einem kleinen Teil richtiger Infos, einem größeren Teil Spekulation, einem gewaltigen Teil hochspekulativer Verbindung der Infos zur Persönlichkeit und dem Charakter des Menschen, über den geredet wird und Zukunftsaussichten. In Gemeinden wird diese Art der Kommunikation nicht selten dazu gebraucht, eine bestimmte Person zu diskreditieren, zu isolieren, fertigzumachen.

Das gab es wohl schon zu Paulus’ Zeiten. Im 4. Kapitel des Epheserbriefs schreibt er folgendes:

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. (Epheser 4,29)

Was ist „faules Geschwätz“ in dem Zusammenhang? Das gr. Wort sapros ließe sich mit „faul, modrig, hässlich oder unnütz“ übersetzen. Worte also, die Wirkung haben. Wenn ich im Herbst aus meinem Schrebergarten Äpfel geerntet habe und beim Pflücken oder Einlegen in die Kiste nicht aufgepasst habe, gab es Druckstellen. Die fingen irgendwann an, zu faulen – und wenn man die faulen Äpfel nicht schnell genug aus der Kiste nahm, waren irgendwann alle faul.

flüstern„Faules Geschwätz“ ist also Gerede, das Wirkung zeigt. Nicht einfach nur Worte, die gesprochen, gehört und wieder vergessen werden, sondern Worte, die beim Hörer ein bestimmtes Bild erzeugen – sei es ein Bild von der Gemeinde, ein Bild einer bestimmten Situation oder – am häufigsten – ein Bild einer anderen Person. „Faules Geschwätz“ wird nicht offen vorgetragen, sondern nimmt seinen Weg hinter dem Rücken der Betroffenen. Und es kann verheerende Auswirkungen haben, Vertrauen nachhaltig beschädigen und auch eine Atmosphäre der Offenheit, der Geborgenheit und der gegenseitigen Annahme verhindern. Wer will schon anderen gegenüber offen sein, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass das, was er sagt, irgendwann als Waffe gegen ihn verwendet wird?

Was bringt uns dazu, über andere herzuziehen? Wo liegt der Reiz darin, sich hinter dem Rücken von anderen über sie zu echauffieren oder sich über sie lustig zu machen? Bei mir selbst ist es vermutlich der Wunsch, gegenüber dem, der da in der Kritik steht, gut dazustehen. Indem ich – tatsächliche oder nur vermutetet – Fehler anderer breit trete, rücke ich mich selbst in ein besseres Licht. Oder, auch das gibt es: Ich will den anderen schädigen, ihn in der Gemeinschaft ausgrenzen und dafür sorgen, dass das, was er sagt, nicht ernst genommen wird. Das ist „faules Geschwätz“.

An Stelle desselben sollen wir lt. Paulus reden, was „gut ist, was erbaut und was notwendig ist“ (eigentlich die genau gegensätzlichen Eigenschaften zu den möglichen Wortbedeutungen von sapros. Aber wie mache ich das? Vielleicht, in dem ich mir jeden Tag bewusst mache, was in meinem eigenen Leben nicht in Ordnung ist – nicht, um mich selbst runterzumachen, sondern um mir die Gnade Gottes groß zu machen – für mich und andere.

Deshalb ist es wichtig, auf „Worthygiene“ zu achten. Das wird sicherlich nicht immer gelingen, weil selbst bei den besten Absichten der andere noch was falsch verstehen kann – aber ich kann zumindest von meiner persönlichen Einstellung her darauf achten, dass ich Gutes sage, was erbaut und was notwendig ist.


Nicht lächeln!

Juni 6, 2009

Ich war gestern in einem Fotogeschäft, um mir Passbilder für den neuen Personalausweis machen zu lassen (mein alter läuft gerade ab). Nach Überprüfung der Frisur und des Sitzes des Hemdes setzte ich mich hin, schnitt ein paar Grimassen, um die Gesichtsmuskeln zu lockern und wartete auf das Kommando des Fotografen. Der fragte erst einmal:

 “Wofür sind denn diese Passbilder?“

„Na, für’n Perso“, war meine etwas irritierte Antwort.

„Also nicht für den Reisepass?“ hakte er nach, „da dürfen sie nämlich nicht lächeln!“

„Hä?“

„Echt nicht! Auf einem Passfoto für den Reisepass sollten sie ein möglichst neutrales Gesicht machen, damit das einfacher biometrisch erfassbar ist“.

Da vergeht einem glatt das Lachen…


Die Insel ruft …

April 30, 2009

spiekeroog-1Die letzte Zeit war anstrengend. Sowohl in der Gemeinde als auch zuhause (Drei kleine Kinder schlauchen auf die Dauer ziemlich, auch wenn es sehr schön ist und wir für jedes von ihnen dankbar sind). Und so sind meine Frau und ich im Augenblick ziemlich urlaubsreif. Ab morgen bin ich für zwei Wochen in Urlaub. Werde erst zur Kommunion meines Neffen nach Süddeutschland fahren, und dann mit der ganzen Family nach Norddeutschland. Ab Mittwoch nächster Woche steht dann wieder meine persönliche Einkehrwoche auf der wunderschönen Nordseeinsel Spiekeroog an.

Ich bin in diesem Jahr zum 9. Mal auf der Insel. Ich weiß, dass das für viele eine seltsame Vorstellung ist, immer wieder an denselben Platz zurückzukehren, aber für mich hat es etwas Wohltuendes. Es ist wie nach-Hause-kommen. Meine Frau ist in der Zeit mit den Kids bei ihren Eltern; ich spiekeroog-2weiß, dass sie genau so wie ich eine Auszeit braucht und bin deshalb sehr dankbar, dass sie mir die 5 Tage gönnt. Wir werden uns auch mal nach Möglichkeiten für sie umschauen, sich nach Schwangerschaft, 3 unmittelbar aufeinanderfolgenden Kleinkindphasen und dem Bändigen unserer kleinen Truppe mal aufzutanken.

Ich gehe nicht nur zum „Chillen“ nach Spiekeroog. (Obwohl mir auch das sehr gut tut…). Ich merke, dass ich in der letzten Zeit geistlich ziemlich am Boden schleife: Ich mache wohl meine Arbeit als Pastor, ich lege Bibeltexte aus und predige – aber ich merke, dass in meinem eigenen Leben der Durst nach lebendigem Wasser stärker wird. Ich freue mich auf die Begegnung mit Gott – ich hatte eigentlich vor, dieses Jahr nur die Bibel mit auf die Insel zu nehmen, habe aber vor kurzem das Buch „Aufstieg aus der Asche“ von Erwin Raphael McManus in die Hände bekommen. Da werde ich mal reinschauen.

spiekeroog-3Was auch dabei sein muss, sind meine Nordic-Walking-Stöcke, die Trinkflasche, die Sportschuhe und der MP3-Player. Ich freue mich schon, am Strand entlangzulaufen, die frische, salzige Seeluft zu genießen, dem Rauschen der Wellen zuzuhören (wenn ich nicht gerade Musik höre).

Ich habe im Laufe meines Dienstes gemerkt, wie sehr ich Zeiten der Stille und des Rückzugs brauche, um selbst aufzutanken. Um Gott zu suchen und ihn zu mir sprechen zu lassen. Um mich neu füllen zu lassen mit seinem Wort, mit Frieden, Ermutigung und neuen Gedanken und Perspektiven.

Ich fahre also auf die Insel, komme zur Ruhe und höre …


Mein Kind ist anders…

April 30, 2009

minHeute muss ich mal die Entdeckung weitergeben, dass mein Kind irgendwie anders ist. In diesem Fall geht es um meine Älteste. Dass sie anders ist, ist mir im Kindergarten schon aufgefallen. Hier die Symptome:

- Sie hat zwei Geschwister. Alle drei Kinder sind vom selben Vater.

- Ihr Vater ist mit ihrer Mutter verheiratet

- Und das – für beide – in erster Ehe

- und das schon länger als 7 Jahre

Eine Exotin in der Umgebung hier. Müssen wir uns Gedanken machen??

… nur eine Momentaufnahme …


Auswärtssieg

April 14, 2009

Mal was ganz profanes, aber auf seine eigene Art und Weise auch wieder wichtig:trikot-freiburg

Gestern abend war so eine Gelegenheit, zu der es einfach Mist war, keinen Fernseher zu haben. Dadurch habe ich mal wieder eines der Highlights „meines“ Fußballvereins, des SC Freiburg, verpasst. Die waren gestern abend in Mainz zu Gast, und nach den eher mäßigen Leistungen der Breisgauer in den letzten Wochen, war der erste Gedanke, als ich die Konstellation dieses Spieltags sah: „Ach du Sch*****, gegen Mainz – und dann auch noch auswärts!“ Mainz ist z.Zt. Tabellenzweiter, Freiburg führt die Tabelle an, und wer immer dieses Spiel gewinnen würde, würde Tabellenführer werden bzw. bleiben.

Nun kann man ja sagen: Mach dich locker, Freiburg ist immer noch erster. Richtig. Aber wir SC-Fans sind aus den letzten Jahren doch ziemlich leidgeprüft – zwei mal den Aufstieg kurz vor Torschluss vergeigt. Das beruhigt einen nicht gerade, vor allem nicht bei so herausfordernden Gegnern.

Lange Rede, deutliches Ergebnis: Freiburg hat 2:1 gewonnen. Und nicht nur das: sie haben es geschafft, einen 0:1-Rückstand (zur Halbzeit) noch zu drehen. Was einen guten Start für den „Endspurt“ zum Aufstieg schafft.

Es geht doch!


Der Herr ist mein Hirte…

April 8, 2009

Irgendwie sind die Tage z.Zt. etwas anstrengend. Hängt sicherlich mit vielem zusammen, mit dem Frühlingswetter (was ich ja an sich begrüße, was mich aber irgendwie immer erst mal körperlich k.o. macht), mit den Medikamenten, die ich nehmen muss (da sind z.B. Entwässerungstabletten dabei, wenn man nicht mindestens 3 Liter am Tag trinkt, hat man nachmittags assige Kopfschmerzen) und auch mit der Tatsache, dass beide Mädels gerade so eine „Bock- und Grenzen-Austest-Phase“ haben. Gestern abend war ich deshalb nur noch fahrig und genervt und habe so einiges an Freundlichkeit gegenüber den Kids vermissen lassen (war, um ehrlich zu sein, froh, als sie im Bett waren – bin ich der einzige Papa, dem das so geht??? Habe schon ein schlechtes Gewissen…).

Abends zu Vorbereitung auf die Karfreitagsandacht noch ein bisschen im CD-Rack rumgekramt, im Bereich Klassik. Hat mich irgendwie dazu verleitet, auch aus anderen Musikgenres mal CDs zu hören, die ich schon lang nicht mehr gehört habe. Dabei fielen mir die Scheiben von Keith Green in die Hände. Der hat mich mein ganzes Christenleben lang begleitet und mit seinen Liedern immer wieder herausgefordert, aufgerichtet und ermutigt. Viele der Lieder sind sehr herausfordernd, zum Teil mit Texten, die wir beim ersten Mal hören als Zumutung empfinden. Aber es gibt ein Lied, (übrigens das erste, dass ich jemals von ihm gehört habe), das ich gestern abend wirklich brauchte, und das mich innerhalb von Minuten aus der Wüste meiner Gereiztheit wieder auf die grüne Wiese der Gelassenheit vor Gott brachte … The Lord is my Sheperd …


Rechtzeitig zur Passionszeit: Ruhe (notgedrungen…)

April 7, 2009

trottoir_11Es passierte am Sonntag abend, als ich gerade im Wohnzimmer stand und mich am Bügelbrett durch einen Berg Bügelwäsche durcharbeiten wollte. Hatte den Fernseher eingeschaltet (mache ich während des Bügelns gerne). Mitten in dem Film „About a Boy oder der Tag der toten Ente“ wurde auf einmal das Bild schwarz, es knisterte ein paar mal und fing an, heftig im Wohnzimmer nach verbranntem Plastik zu stinken. Nach einigen technischen Einschränkungen der letzten Monate nun das endgültige Aus: Unser Fernseher steht im Kofferraum des Autos und wartet darauf, morgen nachmittag im Vilbeler Wertstoffhof entsorgt zu werden.

Wir haben beschlossen, uns nicht direkt einen neuen Fernseher zu kaufen. Zum einen, weil es gerade nicht in die Finanzplanung passt, zum anderen, weil wir gemerkt haben, dass wir zu häufig vor dem Ding „abgehängt“ haben. Manchmal, wenn ich abends nach Hause komme, habe ich auch groß keine Lust mehr, mich zu unterhalten und lasse die (Matt-)scheibe sprechen. Nun ja. Jetzt ist mal die Gelegenheit, wieder zu schauen, was der Büchertisch der Gemeinde so hat… Lesen klappt bei uns z.Zt. nur abends … und dann auch nur, wenn noch genügend Restbestände an kognitiver Aufmerksamkeit da sind nach einem Arbeitstag bzw. einem Arbeitstag mit den 3 Kids. (Für die Älteste war es übrigens ein harter Schlag: Nix „Bob der Baumeister“, „Biene Maja“ oder „Maulwurf“ (den aus der Sendung mit der Maus) mehr, zumindest vorläufig nicht.

Wir werden uns wohl nicht zu TV-Puristen entwickeln; wir werden uns sicher mal wieder einen anschaffen, aber trotzdem mal interessant zu sehen, wie lange wir ohne aushalten … und was das mit uns macht …