Ich bin Terrorist!

August 26, 2009

oder: „Pass auf, kleine Hand, was tu tust…“.

Ist das nur die übliche Panikmache, oder sollte man mittlerweile tatsächlich mit dem, was man von sich gibt, vorsichtig sein?


Evangelikaliban?

Juni 24, 2009

Ich nehme mir so einmal die Woche Zeit, mich in Vilbel in ein Café zu trollen, um dort die größeren Nachrichtenmagazine und Zeitungen durchzuforsten. Das ist bei einer Tasse Milchkaffee schön entspannt und vor allem wesentlich billiger, als wenn ich die Zeitschriften abonnieren würde.

Heute morgen also bei einer Tasse Kaffee die Lektüre des aktuellen SPIEGEL. Auf S. 28 der aktuellen Ausgabe findet sich ein Artikel unter der Überschrift „In Gottes Namen“, ein Text über Rita S. und Anita G., die beiden Bibelschülerinnen der Bibelschule Brake, die vergangene Woche im Jemen von extremistischen Muslimen ermordet wurden. Sie waren Mitarbeiterinnen in einem kleinen Krankenhaus in der jemenitischen Provinz Saada, ein Krankenhaus, das von einer niederländischen (so viel ich weiß, christlichen) Hilfsorganisation betrieben wird.

Was mich ärgert, ist der Unterton des Artikels. Der lässt sich in einem Satz etwa so zusammenfassen: „Die fanatischen Bibel-Fundis sind selbst schuld„. Und, nach dem Motto „Wo das Aas liegt, sammeln sich die Geier“, springt auch Eduard Trenkel, der Sektenbeauftragte der Evangelischen Landeskirche in Kurhessen-Waldeck, den SPIEGEL-Autoren zur Seite: Die Wirkung evangelikaler Missionare in ärmeren Ländern, vor allem denen zwischen dem 10. und 40. nördlichen Breitengrad, sei „verheerend“. In der Tat: Als ich 2 Jahre im Ausland war, konnte ich mich mit eigenen Augen von der „verheerenden“ Wirkung der Missionare überzeugen: Krankenhäuser, Schulen, Kinderhorte, Agrar-Projekte, Berufsausbildung, bis hin zum Transportwesen – all das waren „verheerende“ Beiträge evangelikaler Missionare zum Leben der Bevölkerung vor Ort (und oft waren die Strukturen, die von den Missionen geschaffen worden waren, die einzigen, die im Land überhaupt einwandfrei funktionierten). Möchte gar nicht wissen, wie viele einheimische Jemeniten in diesem Krankenhaus schon „verheert“ worden sind.

Joachim Schmidt, Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, legt noch nach: „Viele Missionare hätten ein klares dualistisches Weltbild – für sie teilt sich die Welt in Licht und dunkel“, beklagt er. Ich empfehle ihm dahingehend mal die Lektüre der Evangelien im Neuen Testament.

Würden tatsächlich (wie es in dem Artikel implizit nahegelegt wird) alle evangelikalen Missionare von ihren Einsatzorten abgezogen werden, dann hätte das in einigen Ländern der dritten Welt spürbare negative Folgen. Aber die sind nun mal aus einem Bürosessel in Kassel schwer abzuschätzen.

Nach einigen einleitenden Sätzen holen die SPIEGEL-Autoren den Knüppel aus dem Sack und verklickern den Lesern mal, wie die evangelikale Szene so drauf ist: „Es ist, in Gottes Namen, ein Milieu, dessen Tonfall sich bisweilen nur in Nuancen – Achtung, jetzt kommt’s – von dem fanatischer Muslime unterscheidet.“

Wow! Irgendwie muss ich die Aufrufe zum Töten Andersgläubiger verpasst haben (muss allerdings gestehen, dass ich die letzten Ausgaben von Idea Spektrum auch nicht mehr gelesen habe…). Und, ehrlich gesagt, sind mir auf evangelikalen Kongressen auch noch nicht so viele verschleierte Frauen begegnet. Und, wo wir schon beim Thema Frauen sind: Die meisten, die ich kenne, sind berufstätig, dürfen ohne männliche Begleitung aus dem Haus gehen, wann sie wollen, sich mit Männern unterhalten und Auto fahren. Und, wenn ich das mal so sagen darf, ich habe noch nie erlebt, das fanatische Muslime ein Krankenhaus für Christen gebaut hätten…

Bin ich da zu idealistisch, oder gibt es einen Unterschied zwischen einem Hass auf alles, was anders glaubt, und der Liebe zu den Menschen – die für Christen eben auch beinhaltet, von ihrem Glauben zu erzählen und auf der Grundlage ihres Glaubens zu handeln, ohne dass der Gesprächspartner zu irgendwas gezwungen wird? In den christlichen Hilfswerken, die ich erlebt habe, wurden Menschen ohne Ansehen der sozialen Klasse oder der Religion behandelt.

Eigentlich lohnt es sich nicht, sich über den SPIEGEL zu ärgern. Der ist nun mal keine kirchen- oder glaubensfreundliche Zeitschrift und dieser spezifische Artikel strotzt nur so von Ignoranz und Arroganz gegenüber angeblich geistig minderbemittelten Bibelfundis. Aber mich drängt es, für die Leute zu beten, die auf dem Missionsfeld ihren Mann bzw. ihre Frau stehen, nicht mit dem Holzhammer, sondern mit Werkzeugen, Fahrzeugen, Büchern, medizinischen Instrumenten und ähnlichem – und die sich in ihrem Dienst ganz in Gottes Hand begeben!


Auswärtssieg

April 14, 2009

Mal was ganz profanes, aber auf seine eigene Art und Weise auch wieder wichtig:trikot-freiburg

Gestern abend war so eine Gelegenheit, zu der es einfach Mist war, keinen Fernseher zu haben. Dadurch habe ich mal wieder eines der Highlights „meines“ Fußballvereins, des SC Freiburg, verpasst. Die waren gestern abend in Mainz zu Gast, und nach den eher mäßigen Leistungen der Breisgauer in den letzten Wochen, war der erste Gedanke, als ich die Konstellation dieses Spieltags sah: „Ach du Sch*****, gegen Mainz – und dann auch noch auswärts!“ Mainz ist z.Zt. Tabellenzweiter, Freiburg führt die Tabelle an, und wer immer dieses Spiel gewinnen würde, würde Tabellenführer werden bzw. bleiben.

Nun kann man ja sagen: Mach dich locker, Freiburg ist immer noch erster. Richtig. Aber wir SC-Fans sind aus den letzten Jahren doch ziemlich leidgeprüft – zwei mal den Aufstieg kurz vor Torschluss vergeigt. Das beruhigt einen nicht gerade, vor allem nicht bei so herausfordernden Gegnern.

Lange Rede, deutliches Ergebnis: Freiburg hat 2:1 gewonnen. Und nicht nur das: sie haben es geschafft, einen 0:1-Rückstand (zur Halbzeit) noch zu drehen. Was einen guten Start für den „Endspurt“ zum Aufstieg schafft.

Es geht doch!


Gottlos glücklich?

März 12, 2009
atheist_bus_usa12
Was bedeutet denn „goodness“ in diesem Zusammenhang??
  

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die atheistische Buskampagne von Großbritannien aus in anderen europäischen Ländern landet. Spanien war schon an der Reihe, jetzt kommt die Kampagne auch nach Deutschland wie SPIEGEL online hier berichtet. Die Aktion „Buskampagne“ sammelt zur Zeit Spenden zur Kostendeckung.

Z. Zt. ist man dabei, einen passenden Slogan zu finden. So stehen Headlines zur Verfügung wie: „Gottlos glücklich“ oder „Gott ist eine Behauptung“ oder „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“ Gefolgt von Unterschriften wie „Werte sind menschlich – auf uns kommt es an“. Oder „Menschenrechte sind real – auf uns kommt es an“, oder: „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“. Und so weiter.

Nun, wir leben in einem säkularen Staat, in dem jeder frei seine Meinung zum Ausdruck bringen darf, egal welchem religiösen Bekenntnis er folgt (und Atheismus ist ja schließlich auch nichts anderes …). Von dem Recht machen wir als Kirchen/Freikirchen ja auch Gebrauch. Insofern folgt die Kampagne demokratischen Gepflogenheiten.

Nur: Die Sprüche darf man hinterfragen (auch das ist mein gutes Recht…). Wenn ich lese „Werte sind menschlich – auf uns kommt es an“, dann frage ich mich schon: Welche Werte denn? Und wenn es keinen Gott (und damit keinen absoluten moralischen Maßstab) gibt, wer sagt mir dann, welcher Wert gut ist und welcher nicht? In den Führungsetagen einiger Banken gilt es als Wert, sich die Taschen vollzustopfen, ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Auswirkungen – die Folgen baden wir gerade aus. Worüber definieren sich „Werte“? Über gesellschaftlichen Konsens? Mit dem Argument wäre ich gerade im Hinblick auf die Geschichte unseres Landes, etwas vorsichtig: Vor 70 Jahren war es weitgehend gesellschaftlicher Konsens, dass Juden Untermenschen sind. Und diese Haltung betraf – vermutlich – die Mehrheit der Deutschen. War sie deshalb richtig? Wer sagt mir, wann ein Wert „gut“ oder „schlecht“ ist? Kann ich “gut“ oder „schlecht“ als Maßstab in einer säkularen Welt überhaupt anwenden? Das konnte mir noch kein Atheist zufriedenstellend beantworten, um ehrlich zu sein.

Dasselbe gilt für den Begriff „Menschenrechte“. Worauf gründen die sich, wer kann sie in Anspruch nehmen und wer gibt uns das Recht zu denken, dass das, was in der westlichen Welt als „Menschenrecht“ definiert wird, für die ganze Welt zu gelten habe?

Entweder ich verstehe das zugrundeliegende Weltbild nicht oder es klaffen tatsächlich einige größere logische Lücken darin…


Palästinensischer Waffenstillstand

März 6, 2009

Bei Dirk gefunden: Die netzeitung berichtet über seit Tagen anhaltenden Beschuss Süd-Israels durch palästinensische Extremisten (sprich: Hamas-Aktivisten). Israel antwortet duch erneute Bombenangriffe.

Ich habe mich immer mit Posts zum Thema „Naher Osten“ zurückgehalten, aber irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass zumindest die Hamas (die, bei ehrlicher Beobachtung in den allermeisten Fällen der Auslöser der Gewalt war) nicht die Bohne an einer Zwei-Staaten-Lösung interessiert zu sein scheint … Wozu auch? Woran sie wirklich interessiert ist, lässt sich durchaus nachlesen: http://www.mideastweb.org/hamas.htm (Texte in Englisch).

Klar, der Nahostkonflikt ist ein hochkomplexes Thema. Auch klar: Auch wenn ich ein Freund Israels bin und auch die Rolle des jüdischen Volkes in Gottes Geschichte mit dieser Welt sehe, muss ich nicht zwingend mit jedem Aspekt israelischer Tagespolitik einverstanden sein. Und: Klar, auch Israel hat in der Vergangenheit Fehler gemacht (Im Unterschied zu seinen Gegnern übrigens mit der Fähigkeit, diese einzusehen…). Trotzdem ärgern mich die Statements von ein paar journalistischen Sesselpupsern, die „von weit weg“ den Konflikt betrachten und meinen, ein hochkomplexes Thema mit ein paar billigen Standardantworten zu belegen ( nach dem Motto „ja, da muss  man halt deeskalieren…“).

Standardantworten dieser Art haben natürlich den Vorteil, dass man in völliger Kenntnis ihrer Nutzlosigkeit, wie Henryk M. Broder schreibt, sich befriedigt zurücklehnen und zwischen zwei Margaritas (oder Milchkaffees) das tolle Gefühl genießen kann, sich mal ganz doll für den Weltfrieden engagiert zu haben…

Ich bete für Frieden im Nahen Osten (und zwar für Israelis und Palästinenser) - aber manchmal auch für gesunden Menschenverstand bei Leuten, die sich zu dem Thema äußern…


Zum Thema „verfolgte Christen“ – sehr guter Artikel…

Dezember 12, 2008

Bei WELT online ist zum Thema „verfolge Christen“ und zur Arbeit des Hilfswerkes „Open Doors“ dieser lesenswerte Artikel erschienen…

Hab ich auf dem Blog von Azuriana entdeckt. Schönen Dank!


Wieder zurück von der Insel

November 6, 2008

So, bin nach anderthalb Wochen auf Langeoog und bei meinen Schwiegereltern wieder zurück am „heimischen“ Schreibtisch. Was sich in der Zeit nicht alles getan hat… Barack Obama ist künftiger Präsident der USA (und ich schätze mal, dass selbst meine amerikansichen Freunde, von denen doch einige im weitesten Sinne zur „religiösen Rechten“ gezählt werden könnten, die Tage bis zum Abgang von George W. Bush zählen…), Roland Koch ist durch die 4 Rebellen der hiesigen Landes-SPD immer noch Ministerpräsident von Hessen; Michael Ballack immer noch Nationalmannschafts-Kapitän und Lewis Hamilton Formel 1-Weltmeister. Hat sich was getan in den vergangenen Tagen…

Von Langeoog habe ich viele gute Impulse mitgenommen. Thomas Härry, Pastor der Minoritätengemeinde in Aarau/CH, gab viel Nachdenk-Stoff zum Thema „Brennen ohne Auszubrennen – Leben in Balance“.

„Balance“ – das ist so ein Zauberwort, das mir in der letzten Zeit immer mal wieder in der Werbung begegnet; sei es bei Kaffe, Frischkäse oder auch bei Reiseveranstaltern. Und da Werbung nicht immer nur künstliche Bedürfnisse erzeugt, sondern auch ab und zu tatsächlich vorhandene anzusprechen versucht, muss da wohl ein Bedürfnis nach Balance da sein. Nach einem gesunden Verhältnis von Herausforderungen und Ruhezeiten, von Arbeit und Entspannung, von Konzentration und kreativem Nichtstun.

Wenn ich mir hier im Rhein-Main-Gebiet die Menschen so anschaue, dann merke ich, ehrlich gesagt, nicht viel von Balance. Eher von Getrieben- und Gehetzt-Sein, vom ständigen Terminen-Hinterherjagen, von dem Willen, sich noch jeden freien Winkel der vorhandenen Zeit mit Aktivität zu füllen. Und von der Unsicherheit um die eigene Beschäftigungssituation, gerade in den augenblicklich unruhigen Zeiten. Sei es auf der Arbeit, im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Familie – das Leben geht hier so ein hohes Tempo, dass es immer wieder Leute gibt, die irgendwann nicht mehr Schritt halten können.

Klar, dass es da ein Bedürfnis nach Balance gibt. Nach Einfachheit. Und die kommt nicht durch den Genuss der entsprechenden Kaffeesorte (durch die kommt wohl eher der Herzkasper…) oder eines sonstigen Lifestyle-Produkts, die kommt durch Ruhe. Inaktivität. Nichtstun. Das Baumeln-Lassen der Seele, das so gut, befreiend und stärkend wirkt.

Am nächsten Sonntag habe ich im Zuge einer Predigtreihe zu den 10 Geboten zum Thema „Sabbatruhe“ zu predigen, und ich merke, wie aktuell das Thema ist. Eigentlich seltsam, dass Gott uns das Ausruhen auch noch anordnen muss. Und ich erkenne, dass der Wechsel von Anstrengung und Ruhe durchaus ein biblisches Prinzip ist – Ruhe, um vor Gott zur Ruhe zu kommen, aber auch nur, um Kräfte zu sammeln für die kommende Zeit. Heiliges Nichtstun.


Die Gier nach Geld…

Oktober 23, 2008

… ist laut Bibel eine der Ursachen allen Übels (1.Timotheus 6,10). Und vermutlich auch eine menschliche Schwäche. Dass dieser Satz zutrifft, das bekommen wir mit, wenn wir z.Zt. die Nachrichten einschalten, und es fällt uns kaum schwer, Paulus zuzustimmen.

Vor kurzem überraschte mich die „Frankfurter Neue Presse“ mit der Aufforderung: „Manager, lest die Bibel!“ oder so ähnlich. Inhalt des Artikels war ein Bericht über einen geplanten Kongress christlicher Führungskräfte. Dessen Leiter, Horst Marquardt, wies im Zusammenhang mit der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auf biblische Prinzipien zum Umgang mit Geld hin. Prinzipien wie z.B.:

„Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr.“ (Spr. 13,11)

„Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden…“ (1. Tim. 6,9)

„Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist“ (Hebräer 13,5)

Der Artikel endete damit, dass der ganze Kongress durch den Kakao gezogen wurde und man sich über das Anliegen eben dieses Kongresses lustig machte. In „normalen“ Zeiten hätte mich das bestenfalls geärgert. Es sind schließlich in der Tat Führunskräfte, nicht nur aus der Kirche, sondern auch einige potente aus der Wirtschaft dabei, nur, um dem Eindruck entgegenzutreten, das sein ein Haufen ahnungsloser naiver Weltverbesserer.

In der gegenwärtigen Situation muss ich mich aber schon bezüglich der Redakteure der FNP fragen: Wie betriebsblind kann man denn sein? Dass sich in der Bibel einige Prinzipien über den Umgang mit Geld finden, die von vielen Bankern, Händlern und Spekulanten einfach über Bord geworfen wurden – und deren Fehlen ursächlich für die gegenwärtige Krise ist, kann kaum jemand bestreiten. Sollte die beratungsresistente Haltung der FNP-Redaktion allgemeine Sicht der Dinge sein, dann haben wir nichts aus der ganzen Sache gelernt und können nur fröhlich auf die nächste Krise dieser Art warten.

Ich kenne den Kongress christlicher Führungskräfte nicht näher, aber ich finde es gut, dass es Christen gibt, die nicht nur einmal mehr schulterzuckend über den degenerierten Zustand der Welt klagen, sondern praktisch zeigen, dass es auch Alternativen gibt.

Im Alten Testament begegnet uns eine Wirtschaftsordnung, die für uns heute kaum umsetzbar scheint, aber den Menschen damals Wohlstand und Sicherheit gegeben hat: Eine Form von Marktwirtschaft, die aber durch die mosaischen Gesetze streng reguliert war. Alle 7 Jahre wurden die Schulden unter den Israeliten erlassen (5. Mose 15), alle 50 Jahre zudem die Sklaven freigelassen und alles verkaufte bzw. verpfändete Land kehrte zu seinen ursprünglichen Besitzern zurück. Ziel war es, allzu heftige soziale Ungleichheit im Volk zu verhindern und Armut zu vermeiden.

Ich weiß nicht, ob das tausende von Jahren später in unserer Welt noch so umzusetzen wäre. Aber ich merke: Es gibt alternative Modelle zum Raubtier- oder Heuschreckenkapitalismus unserer Zeit. Die Wirtschaft sollte den Bedürfnissen der Menschen dienen, nicht umgekehrt.


Kleiner Gedanke zur Finanzkrise

Oktober 9, 2008

Habe kürzlich in meinem Lieblingscafé in Bad Vilbel einen Witz gelesen, den eine Leserbriefschreiberin in einem der großen Nachrichtenmagazine zum Besten gegeben hat:

Was ist der Unterschied zwischen Kommunismus und Kapitalismus? Im Kommunismus wird erst verstaatlicht und dann ruiniert, im Kapitalismus wird erst ruiniert und dann verstaatlicht.

Wäre ja ganz witzig, würden wir nicht die zweite Aussage der Antwort gerade am eigenen Leib erfahren…


Kleine EM-Nachlese

Juli 1, 2008

… oder: warum man sorgfältig orthografisch prüfen sollte, was man auf einem Bildschirm in die Welt sendet …

Shit happens … buchstäblich … ;-)

 

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