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Zurück auf der Insel

So, ich befinde mich am ersten Tag meiner jährlichen “Inselauszeit” in einem meiner Lieblingscafés, das glücklicherweise W-LAN hat. Das Wetter ist bombastisch (kein Wölkchen am Himmel), es fahren keine Autos, es ist ruhig, das Lebenstempo langsam, einfach herrlich.

Ich bin mittlerweile zum 11. Mal hier; wie immer “bewaffnet” mit viel zu vielen Büchern und viel Stoff zum Nachdenken. Diese jährliche Auszeit ist mir sehr wichtig geworden; ich schöpfe jedes Jahr unheimlich viel Kraft daraus.

Die Posting-Frequenz auf diesem Blog hat sich in den letzten Monaten zusehends verlangsamt, zum einen, weil mir einfach oft die Zeit fehlte, zum anderen, weil ich selten mir die Muße genommen habe, mal intensiv mich mit einem Thema zu befassen oder darüber nachzudenken. Als zusätzliches, konkurrierendes Hobby habe ich zuhause noch einen Garten, aber Gartentipps wären auf dem Blog hier, glaube ich, überflüssig und langweilig.

Werde trotzdem das Posten einstweilen nicht einstellen, es gibt doch immer wieder Dinge, die mich bewegen, nachdenklich herausfordern oder grübeln lassen.

Jetzt aber erst mal eine Woche lang Sonne genießen, mit Buch am Strand sitzen, lange Spaziergänge machen, viel Zeit zum Beten haben … herrlich!


Eehhh, ab in den Norden…

Ich weiß, dass die Anzahl meiner Blogposts in der letzten Zeit immer weniger wurde. Und das, obwohl es viel gibt, was mir so im Kopf rumgeht. Das Problem ist, dass es mir in den letzten Wochen einfach an Zeit mangelt, das alles in eine lesbare Form zu bringen. Diese Woche ist besonders busy, weil ich ab 17.10. für zwei Wochen weg bin: Eine Woche persönliche Einkehr auf der Nordseeinsel Spiekeroog und die zweite Woche auf der alljährlichen Pastoren-Herbstkonferenz der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland auf der Insel Langeoog.

Diese Einkehrwoche habe ich in diesem Jahr bitter vermisst. Es ist sauschwer, im Gemeindedienst zu stehen, wenn man nicht selbst Möglichkeiten hat, aufzutanken und sich von Gott füllen zu lassen. Für mich zumindest.

Ein Ort, den ich in Spiekeroog besonders mag, ist die katholische Inselkirche (die, im Gegensatz zu den evangelischen Kirchen, immer offen ist…).  Ein Produkt modernerer Architektur; man sitzt im Halbkreis auf Stühlen und nicht auf Bänken, und die Sitzreihen steigen vom Mittelpunkt des Raumes aus an. Im Mittelpunkt steht der Altar. Einige meiner katholischen Freunde mögen das als unmöglich empfinden; ich finde diesen Raum sehr schön (Holzkonstruktion mit Kupferdach – das schluckt alle Außengeräusche), gerade, wenn draußen “Schietwetter” herrscht, ein wunderbarer Raum, um Gedanken zu sammeln, Gedanken fliegen zu lassen, zu beten und auch Bibel zu lesen.

Ich mag ferner das rauhe Wetter, egal, ob Sonne oder Regen (letzteres wird Ende Oktober vermutlich wahrscheinlicher sein), die gute, gesunde Luft, den entspannten Lebensrhythmus auf der Insel und – natürlich – das gute Essen: Mir wurde mal gesagt, auf keiner Nordseeinsel gäbe es eine so hohe Restaurantdichte wie auf Spiekeroog. Wenn man eine der beiden Hauptstraßen (Norder- oder Süderloog) entlangläuft, dann könnte man allein vom Einatmen zufrieden dick werden (wenn man es nicht schon ist).

Ich freue mich drauf, mit meinen Stöcken mal wieder am Strand entlangzulaufen und mir ungestört stundenlang Gedanken zu machen und Freiraum zum Gebet zu haben. Stille in vollen Zügen zu genießen.

Mich für diese Zeit aus dem Blog abzumelden, macht wenig Sinn, da ich da vermutlich mal wieder mehr Zeit zum Bloggen habe und es auf der Insel ein wunderschönes Inselcafè mit WLAN und gutem Kuchen und Ostfriesentee gibt.

Aach, Kinners, ich bin so was von urlaubsreif… nicht nur körperlich, sondern auch geistlich!


Ich bin dann mal weg…

Nein, nicht auf dem Jakobsweg, sondern auf der Insel. In der kommenden Woche mache ich meine jährliche “Auszeit” auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Das ist eine Woche im Jahr, aus der ich immer wieder seelisch, geistlich und unterm Strich auch körperlich Kraft für meinen Dienst und meine Familie schöpfe. Einfach mal alleine sein, ohne Telefon, ohne Laptop, ohne Termine und dienstliche Verpflichtungen, Bibel lesen, spazieren gehen, Nordseeluft schnuppern, bei – voraussichtlich – gutem Wetter meinen Gedanken nachhängen … die Vorfreude ist so groß, dass ich jetzt schon fast das Meer rauschen und die Möwen kreischen höre.

Ich bin allerdings nicht völlig aus dem Blog abgemeldet; ich habe vor ein Inseltagebuch (zunächst aus Papier) zu führen, aus dem dann der eine oder andere Auszug auch hier zu lesen sein wird (es gibt ein Internet-Café da…).

Ich hab’s geschafft, einen Übernachtungsplatz zum Schnäppchenpreis zu ergattern: 14,-€ pro Nacht für Selbstverpfleger. Günstiger geht’s auf den Inseln eigentlich nicht. Es ist zwar nicht wirklich eine Luxusunterkunft, aber das brauche ich ohnehin nicht.

Ich hab’s geschafft, meine Frau davon zu überzeugen, mir ihre Kamera auszuleihen (eine schöne neue Spiegelreflex-Digitalkamera). Da kann ich mich mal schön auf Motivsuche machen…

Und das allerbeste: Ich werde am Sonntag (bei meinen Schwiegereltern) meine beiden Mädels wiedersehen, kann gar nicht sagen, wie ich mich darauf freue!

See ya!


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