Als Gemeinde stecken wir gerade in der Anfangsphase eines Jüngerschaftsprojektes, das uns bis Dezember beschäftigen wird und von dem ich sehr hoffe, dass es uns geistlich vorwärts bringen wird. Bei der Vorbereitung für die Themen (die immens Zeit beansprucht, aber Spaß macht) merke ich, dass es sich immer wieder lohnt, theologisch (im weitesten Sinne) tief zu buddeln. Das ist wichtig – manchmal ist es auch wichtig, sich theologisch auseinanderzusetzen und Meinungen zu unterschiedlichen Standpunkten auszutauschen.
Was ich aber nicht ab kann, ist pseudotheologische Klugscheißerei, bei der es nur darum geht, einen Gesprächspartner niederzumachen. Und in dem Muster kann man echt schnell landen: Man ist nicht mehr bemüht, die Wahrheit zu finden oder von anderen zu lernen, sondern nur noch Sieger im verbalen Ring zu bleiben. Einer, der das richtig gut konnte, war C.S. Lewis. Er empfand das als eine Schwäche und deshalb fasste er sein Gebet in einem Gedicht zusammen:
From all my lame defeats and oh! much more
From all the victories that I seemed to score;
From cleverness shot forth on Thy behalf
At which, while angels weep, the audience laugh;
From all my proofs of Thy divinity
Thou, who wouldst give no sign, deliver me.
Thoughts are but coins. Let me not trust instead
Of Thee their thin-worn image of my head.
From all me thoughts, even from my thoughts of Thee
O thou fair Silence, fall, and set me free.
Lord of the narrow gate and the needle’s eye,
Take me from all my trumpery lest I die.
C.S. Lewis, “the apologist’s evening prayer”