Gestern abend, nach “Dr. House”, noch umgeschaltet aufs ZDF, um dort die Doku “37°” zu sehen. Eine Dokumentation, die dienstags nach dem “Heute-Jornal” kommt und oft echt interessante Themen hat. Gestern gings um Frauen, die schwanger wurden in Situationen, in denen ein Kind nach ihrem eigenen Empfinden nicht in die aktuelle Lebenssituation oder in die Zukunftsplanung passte. Einige davon haben sich nach langem Ringen für das Kind entschieden, andere haben die Schwangerschaft abbrechen lassen.
Besonders eindrücklich fand ich die Geschichte einer jungen Frau, die mit dem Gedanken an Abtreibung spielte, es aber nicht mehr übers Herz brachte, nachdem sie das erste Ultraschallbild mit dem schlagenden Herzen des Kindes gesehen hatte. Sie sagte (sinngemäß): “So lange du nur Daten auf Papier siehst und Statistiken liest, berührt dich das gar nicht weiter. Aber wenn du so was gesehen hast, dann hast du einen Bezug dazu; ich sehe, dass etwas Lebendiges in mir ist”
Meine Frau und ich haben zwei Schwangerschaften erlebt, in denen wir um die Kinder kämpfen mussten. Bei einer der beiden (starke Blutungen, meine Frau musste viel liegen) hatte der Gynäkologe schon die Sache abgehakt und sagte: “Wenn es nicht hält, dann lassen Sie’s halt abgehen. Sie können ja noch weitere Kinder haben”. Wir haben daraufhin erst mal den Arzt gewechselt und dann um die Kleine mit allen möglichen medizinischen Mitteln gekämpft. Sie ist mittlerweile gesund, fröhlich und 4 Jahre alt.
Ich bin froh und dankbar für jedes meiner Kinder (zwischen 2 und 6 Jahre alt). Auch wenn sie im Dreierpack zeitweise zu Nervensägen mutieren können und einen unglaublichen Einfallsreichtum bei Streichen entwickeln (gestern z.B. wässerten sie eine Ecke des Gartens, beschmierten sich mit dem Schlamm und liefen anschließend durchs ganze Erdgeschoss des Hauses … Das sind so Geschichten, über die man vermutlich eine Woche später als Eltern auch lachen kann …), gibt es nichts, was mein Leben so verändert hat.
Seit ich selbst Kinder habe, verstehe ich viel mehr, was gemeint ist, wenn von Gott als unserem liebenden Vater die Rede ist. Seit ich selbst Kinder habe, bete ich häufiger. Ich bin kein Gebetskämpfer, der Stunden auf den Knien verbringt, und in dem Bereich gibt es bei mir noch viel Land einzunehmen. Aber wenn es etwas gibt, wofür ich meinem Herrn in den letzten Jahren jeden Tag gedankt habe, manchmal auf Knien und manchmal mit Tränen, dann sind es meine Kinder. Sie lehren mich jeden Tag mehr, als das schlauste Buch es zu tun vermag und halten mir den Spiegel meiner eigenen Persönlichkeit vor – und gleichzeitig drücken sie ihre Liebe und Zuneigung so direkt und natürlich und ohne formales und floskelhaftes Getue aus.
Was die Frauen aus der Dokumentation betrifft, so kann ich nur sagen, dass ich jeder Frau, die in einer ähnlichen Situation steht, den Mut wünsche, sich für das Kind zu entscheiden. Und den Beistand und die Hilfe, die sie benötigt, um eine Herausforderung dieser Größenordnung bewältigen zu können. Gott sei mit Ihnen!

Heute muss ich mal die Entdeckung weitergeben, dass mein Kind irgendwie anders ist. In diesem Fall geht es um meine Älteste. Dass sie anders ist, ist mir im Kindergarten schon aufgefallen. Hier die Symptome:
ispiele aus Hebräer 11 (krasses Kapitel…). Da schwebt ein Posting in der Luft … da ich das aber nicht eben so zwischen anderen Verpflichtungen zusammennageln will und mir noch ein paar Gedanken machen will, stelle ich einstweilen mein schönstes Weihnachtsgeschenk vor. Das ist ein “Cajon” (sprich: Kachon). Das macht ganz viele tolle Schlag-Klänge; jemand, der das wirklich drauf hat, kann schon fast ein Schlagzeug ersetzen (bis auf die Becken natürlich … den Sound kriegt man nicht aus einer Kiste). Habe schon am Heiligabend begeistert angefangen, zu üben. Am Freitag, während der Gebetsnacht, in der auch immer viel gesungen wird, wird das Ding zum ersten Mal zum Einsatz kommen.


