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Gnade ist unfair!

Enjoy!


Jesus die Füße küssen

Ein seltsames Bild: Jemand, der sich vor einem anderen niederwirft und ihm die Füße oder den Saum des Mantels (wird ja heute nicht mehr so häufig getragen) küsst. Hat was Unterwürfiges, Kriechendes, in unserer Kultur vermutlich auch was Erniedrigendes an sich.

Das griechische Wort proskyneo, in den deutschsprachigen Bibeln gemeinhin mit “anbeten” übersetzt, hat aber genau das Bild als Begriffshintergrund (kommt von der Wortwurzel -kyneo, was so viel wie “küssen” bedeutet…). Die meisten Wörterbücher übersetzen mit: “jemanden fußfällig verehren” oder “sich vor jemandem niederwerfen”. Wer so was macht, der lässt allen Stolz und alle Illusionen über sich selbst fahren. Der stellt keine Ansprüche an den, dem er gegenübertritt – er erkennt die Größe des anderen an. Das ist das biblische Bild von Anbetung.

Eines von mehreren Themen, die uns in der nächsten Zeit beschäftigen werden. In der Predigt vom letzten Sonntag war der Text aus Joh. 4, 24:

Die Stunde kommt, ja sie ist schon gekommen, da wird der Heilige Geist, der Gottes Wahrheit enthüllt, Menschen befähigen, den Vater an jedem Ort anzubeten. Gott ist ganz anders als diese Welt, er ist machtvoller Geist, und alle, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.«

Im Geist und in der Wahrheit. Also nicht gebunden an einen Ort oder eine bestimmte Zeit (das Gespräch, das den Worten aus diesem Vers voranging, drehte sich um den korrekten Ort der Anbetung), und vor allem echt und ehrlich. So, wie wir wirklich sind, wahrhaftig und aufrichtig.

Was heißt das für uns? Dass unsere “Anbetungszeit” 7 Tage die Woche dauert, á 24 Stunden. Es gibt kein Zeitlimit dafür. Und keinen besonderen Ort, denn die Bedeutung von Anbetung bewegt sich gerade hier weg vom Verständnis einer zeremoniellen Handlung an einem bestimmten Ort, hin zu einer Grundhaltung, die das ganze Leben erfassen soll. Und je  mehr Jesus in meinem Herzen und meinem Leben Raum gewinnt, desto natürlicher wird Anbetung – weil sie dann ein Teil des Lebens wird. Und desto mehr verändert sich mein Leben – weil ich in der Anbetung lerne, die Welt mit den Augen von Jesus zu sehen.

Anbetung überall, zu jeder Zeit und genau so, wie wir wirklich sind! Da ist ein erfülltes Leben mit Jesus das Wichtigste, nicht die Teilnahme an der “richtigen” Zeremonie oder bestimmte konfessionelle Zugehörigkeit.

Ich wünsche mir mehr davon! Mehr Christuszentriertheit und -erfülltheit. Für mich selbst und unsere Gemeinden!


Königskind

Ich habe in meinem Glaubensleben einige Vorbilder gehabt, die mich in der Art, über Gott zu denken, auf ihn zu hören und ihn zu erleben geprägt haben. Und auch in der Art und Weise, mit meinem Nächsten umzugehen.

Wie Gott über mich denkt, dafür habe ich allerdings bis heute keinen besseren praktischen Lehrer gehabt wie meine Kinder. Viel von dem, was Gott als Vater für seine Kinder empfindet, kann ich heute viel besser nachvollziehen.

Dazu eine Geschichte aus dem Jahr 2007, an die ich mich vor ein paar Tagen erinnerte… Ich war in dem Jahr mit den Jugendlichen unserer Gemeinde beim Bundesjugendtreffen der FeG’s. Da gab’s so ein paar Verkaufsstände, an denen u.a. fromme T-Shirts verkauft wurden. Eines weckte meine Aufmerksamkeit: Da war nur das Wort “Königskind” quer über die Brust geschrieben. Ich kaufte eine Kindergröße für meine Älteste (die war zu der Zeit noch in der Kleinkindgruppe des Kindergartens).

Als sie es zum ersten Mal anhatte und ich sie damit in den Kindergarten brachte, lief sie mit hoch erhobenem Kopf, übers ganze Gesicht strahlend und ganz stolz in den Gruppenraum und verkündete laut: “ICH BIN EIN KÖNIGSKIND!”

Was lehrt mich das? “Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen… (Markus 10,15)


Unser größtes Bedürfnis

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Wenn unser größtes Bedürfnis
Wissen gewesen wäre,
dann hätte Gott uns
einen Lehrer geschickt.
 
Wenn unser größtes Bedürfnis
Technologie gewesen wäre,
dann hätte Gott uns
einen Wissenschaftler geschickt.
 
Wenn unser größtes Bedürfnis
Geld gewesen wäre,
dann hätte Gott uns
einen Banker geschickt.
 
Wenn unser größtes Bedürfnis
Spaß gewesen wäre,
dann hätte Gott uns
einen Entertainer geschickt.
 
Aber unser größtes Bedürfnis
war Vergebung,
deshalb schickte Gott uns
einen Erlöser.

A

Allen Lesern, Schreibern, und Bloggern, die hier vorbeikommen, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein spannendes und ereignisreiches Jahr 2009!

Gottes Segen Euch!


Hausbesuch vom Chef

unbenannt-1-kopie2Stell’ Dir vor, Dein Leben wäre ein Haus. Wie groß wäre es und welche Räume hätte es? Wo wäre was angeordnet? Wer von Deinen Mitmenschen dürfte dein Haus betreten, und wenn, welche Räume? Und wie wäre es, wenn Jesus zu Besuch käme? Welche Räume würde ich ihm mit Begeisterung zeigen, an welchen achtlos vorbeigehen und welche würde ich mit aller Kraft versuchen, geschlossen zu halten?

Fragen, die uns vor einigen Jahren mal ein evangelischer Pfarrer während eines Gebetsabends der Allianz-Gebetswoche gestellt hat. Und ein Bild, das mich seither immer wieder beschäftigt. Die Räume, in die Jesus noch nicht hineindarf. Die nicht schön dekoriert sind, in denen eine Menge Gerümpel liegt (von dem ich denke, dass ich’s noch brauchen könnte, aber es nie verwende…). Ärger, Verbitterungen, Selbstzweifel, Frust, Versagen und ähnliches. Was hindert mich daran, die Tür aufzumachen und Jesus entrümpeln zu lassen? Scham? Angst? Schmerz? Die Frage, wo das Gerümpel landet?

Es ist letzten Endes eine Frage des Vertrauens. Und das muss ich mir immer wieder durchbuchstabieren: Dass es keinen besseren Ort auf der Welt gibt, an dem ich das Gerümpel meines Lebens loswerden kann… Wie C.S. Lewis sagt:

Gib dich selbst auf, und du wirst dein wahres Selbst finden. Verlier dein Leben, und du wirst es retten. Unterwirf dich dem Tod deiner Ambitionen und Lieblingswünsche an jedem einzelnen Tag  und dem Tod deines ganzen Körpers am Ende, unterwirf dich mit jeder Faser deines Wesens, und du wirst ewiges Leben finden. Halte nichts zurück. Nichts, was du nicht weggegeben hast, wird dir jemals wirklich gehören. Nichts in dir, was nicht gestorben ist, wird je von den Toten auferstehen. Suche dich selbst und du wirst auf die Dauer nur Hass, Einsamkeit, Verzweiflung, Zorn, Auflösung und Verfall finden. Doch suche Christus, und du wirst ihn finden, und mit ihm alles andere als Zugabe.”

Amen dazu!


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