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Mein Kind ist anders…

minHeute muss ich mal die Entdeckung weitergeben, dass mein Kind irgendwie anders ist. In diesem Fall geht es um meine Älteste. Dass sie anders ist, ist mir im Kindergarten schon aufgefallen. Hier die Symptome:

- Sie hat zwei Geschwister. Alle drei Kinder sind vom selben Vater.

- Ihr Vater ist mit ihrer Mutter verheiratet

- Und das – für beide – in erster Ehe

- und das schon länger als 7 Jahre

Eine Exotin in der Umgebung hier. Müssen wir uns Gedanken machen??

… nur eine Momentaufnahme …


Der Herr ist mein Hirte…

Irgendwie sind die Tage z.Zt. etwas anstrengend. Hängt sicherlich mit vielem zusammen, mit dem Frühlingswetter (was ich ja an sich begrüße, was mich aber irgendwie immer erst mal körperlich k.o. macht), mit den Medikamenten, die ich nehmen muss (da sind z.B. Entwässerungstabletten dabei, wenn man nicht mindestens 3 Liter am Tag trinkt, hat man nachmittags assige Kopfschmerzen) und auch mit der Tatsache, dass beide Mädels gerade so eine “Bock- und Grenzen-Austest-Phase” haben. Gestern abend war ich deshalb nur noch fahrig und genervt und habe so einiges an Freundlichkeit gegenüber den Kids vermissen lassen (war, um ehrlich zu sein, froh, als sie im Bett waren – bin ich der einzige Papa, dem das so geht??? Habe schon ein schlechtes Gewissen…).

Abends zu Vorbereitung auf die Karfreitagsandacht noch ein bisschen im CD-Rack rumgekramt, im Bereich Klassik. Hat mich irgendwie dazu verleitet, auch aus anderen Musikgenres mal CDs zu hören, die ich schon lang nicht mehr gehört habe. Dabei fielen mir die Scheiben von Keith Green in die Hände. Der hat mich mein ganzes Christenleben lang begleitet und mit seinen Liedern immer wieder herausgefordert, aufgerichtet und ermutigt. Viele der Lieder sind sehr herausfordernd, zum Teil mit Texten, die wir beim ersten Mal hören als Zumutung empfinden. Aber es gibt ein Lied, (übrigens das erste, dass ich jemals von ihm gehört habe), das ich gestern abend wirklich brauchte, und das mich innerhalb von Minuten aus der Wüste meiner Gereiztheit wieder auf die grüne Wiese der Gelassenheit vor Gott brachte … The Lord is my Sheperd …


Rechtzeitig zur Passionszeit: Ruhe (notgedrungen…)

trottoir_11Es passierte am Sonntag abend, als ich gerade im Wohnzimmer stand und mich am Bügelbrett durch einen Berg Bügelwäsche durcharbeiten wollte. Hatte den Fernseher eingeschaltet (mache ich während des Bügelns gerne). Mitten in dem Film “About a Boy oder der Tag der toten Ente” wurde auf einmal das Bild schwarz, es knisterte ein paar mal und fing an, heftig im Wohnzimmer nach verbranntem Plastik zu stinken. Nach einigen technischen Einschränkungen der letzten Monate nun das endgültige Aus: Unser Fernseher steht im Kofferraum des Autos und wartet darauf, morgen nachmittag im Vilbeler Wertstoffhof entsorgt zu werden.

Wir haben beschlossen, uns nicht direkt einen neuen Fernseher zu kaufen. Zum einen, weil es gerade nicht in die Finanzplanung passt, zum anderen, weil wir gemerkt haben, dass wir zu häufig vor dem Ding “abgehängt” haben. Manchmal, wenn ich abends nach Hause komme, habe ich auch groß keine Lust mehr, mich zu unterhalten und lasse die (Matt-)scheibe sprechen. Nun ja. Jetzt ist mal die Gelegenheit, wieder zu schauen, was der Büchertisch der Gemeinde so hat… Lesen klappt bei uns z.Zt. nur abends … und dann auch nur, wenn noch genügend Restbestände an kognitiver Aufmerksamkeit da sind nach einem Arbeitstag bzw. einem Arbeitstag mit den 3 Kids. (Für die Älteste war es übrigens ein harter Schlag: Nix “Bob der Baumeister”, “Biene Maja” oder “Maulwurf” (den aus der Sendung mit der Maus) mehr, zumindest vorläufig nicht.

Wir werden uns wohl nicht zu TV-Puristen entwickeln; wir werden uns sicher mal wieder einen anschaffen, aber trotzdem mal interessant zu sehen, wie lange wir ohne aushalten … und was das mit uns macht …


Königskind

Ich habe in meinem Glaubensleben einige Vorbilder gehabt, die mich in der Art, über Gott zu denken, auf ihn zu hören und ihn zu erleben geprägt haben. Und auch in der Art und Weise, mit meinem Nächsten umzugehen.

Wie Gott über mich denkt, dafür habe ich allerdings bis heute keinen besseren praktischen Lehrer gehabt wie meine Kinder. Viel von dem, was Gott als Vater für seine Kinder empfindet, kann ich heute viel besser nachvollziehen.

Dazu eine Geschichte aus dem Jahr 2007, an die ich mich vor ein paar Tagen erinnerte… Ich war in dem Jahr mit den Jugendlichen unserer Gemeinde beim Bundesjugendtreffen der FeG’s. Da gab’s so ein paar Verkaufsstände, an denen u.a. fromme T-Shirts verkauft wurden. Eines weckte meine Aufmerksamkeit: Da war nur das Wort “Königskind” quer über die Brust geschrieben. Ich kaufte eine Kindergröße für meine Älteste (die war zu der Zeit noch in der Kleinkindgruppe des Kindergartens).

Als sie es zum ersten Mal anhatte und ich sie damit in den Kindergarten brachte, lief sie mit hoch erhobenem Kopf, übers ganze Gesicht strahlend und ganz stolz in den Gruppenraum und verkündete laut: “ICH BIN EIN KÖNIGSKIND!”

Was lehrt mich das? “Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen… (Markus 10,15)


Mein wandelndes Gewissen

Vor zwei Tagen waren meine beiden Mädels ziemlich früh am Morgen wach, so um 05.30 Uhr. Wenn das passiert, stehe ich in aller Regel auf, um meiner Frau noch eine Mütze voll Schlaf zu gönnen, da sie ja nachts sich um den Kleinen kümmert, falls der aufwacht. Die Mädels waren recht gut drauf; wir haben zusammen rumgeulkt und gespielt. Junia, die Kleinere, hatte bei sich zwei kleine Plastikspielzeuge, die sie irgenwann mal bei einem Besuch bei den Großeltern aufgegabelt hat. Die wiederum hatten sie aus dem “Happy Meal” im “Restaurant zum fröhlichen M”. Die Dinger sehen aus wie iPods, und wenn man den Deckel nach oben zieht, dann ertönt Musik. Besser gesagt: Unerträglicher scheppernder Lärm. In unserem Fall “Ein Stern, der deinen Namen trägt” von DJ Ötzi und “Durch den Monsun” von Tokio Hotel. Das klingt in etwa so, als wie wenn Du einen Cassettenrekorder mit einer Tokio-Hotel Cassette nimmst, denselben in eine Blechgießkanne hineinstellst und auf die “Play”-Taste drückst. Der Erfinder dieser infernalischen Dinger gehört bestraft. Finde ich.

Das verlangt zu normalen Tageszeiten und im Normalzustand schon eine Menge Geduld ab, vor allem, wenn man sich das länger als 10 Minuten anhören muss. Aber frühmorgens, noch vor der ersten Tasse Kaffee – das geht gar nicht! Ich musste handeln! Zum Glück haben die Dinger einen kleinen, kaum sichtbaren und für Kleinkinder zu komplizierten Hauptschalter, den ich direkt betätigt habe.

Auf das etwas ratlose Gesicht von Junia hin schaute ich mit großen Augen, zuckte mit den Schultern und sagte “Kaputt! Schade!” Sie wäre mit der Erklärung wohl zufrieden gewesen, aber Yasmin, die Große, stemmte empört die Hände in die Hüften und sagte: “Papi, du lügst! Weißt du, das will Gott nicht!”

“Nicht schlecht, Herr Specht”, dachte ich, freute mich darüber, dass vom Kindergottesdienst und den vielen vorgelesenen Geschichten und Gesprächen über den Glauben doch was bei den Mädels hängen bleibt und entschuldigte mich. Sie hatte natürlich recht!

Ähnliche Szene heute am Mittagstisch. Yasmin hat nicht viel gegessen, also habe ich mir zwei Kartoffeln von ihrem Teller stibitzt. Sie kommt an den Tisch zurück (sie durfte vorher schon austehen, weil ich etwas später gekommen war), schaut auf ihren Teller und sagt: “Papi, wenn Du immer mehr als ein Teller isst, wirst du wieder dicker!” Meine Frau beömmelt sich vor Lachen und ich muss meiner Großen notgedrungen beipflichten (wobei ich noch anmerke, dass ich nach einigen Kilometer Radfahren auch rechtmäßigen Hunger haben darf …).

“Zweierlei Maß ist dem Herrn ein Gräuel”, steht schon im Buch der Sprüche (Kapitel 20,10). Wir Christen neigen oft dazu, wenn es um die Beurteilung geistlichen Lebens geht, mit uns selbst wesentlich gnädiger zu sein als mit anderen. Oder, wenn es um uns selbst geht, schneller Entschuldigungen zu finden (ein irreführender Begriff, denn Entschuldigungen entschuldigen uns ja meistens nicht, sondern beruhigen lediglich das Gewissen…). Wir stehen in der Gefahr, im Rahmen christlicher Gemeinschaft “frömmer” zu leben als im Privatleben. Sofern das bei mir der Fall sein sollte, hat sich die Möglichkeit, das so zu leben, verringert: Zuhause läuft seit neuestem mein mobiles Gewissen rum…


Wintereinbruch …

winter-12in Bad Vilbel. Am letzten Freitag fing es an zu schneien, dann immer mal wieder zwischendurch gestern und heute seit ca. 18.00 Uhr ununterbrochen. Müssten mittlerweile so etwa 5-10 cm Neuschnee draußen sein. Für mich als ursprünglich Süddeutschen nichts besonderes, für das Rhein-Main-Gebiet eine Schneekatastrophe. Hält doch einige davon ab, das Auto zu benutzen. Allen Voraussagen nach soll es auch dieses Jahr eher wieder einen warmen Winter geben, deshalb hat meine Frau gestern die Kinder gepackt, sich eine Bodenerhebung gesucht, und da für den Schlitten noch nicht genug Schnee lag, musten Plastiktüten herhalten. Die Kids hatten ihren Spaß…

winter-2


Ein Lebenszeichen

So, heute morgen erhebt sich mein Kopf mal wieder aus dem Papierberg auf meinem Schreibtisch und begibt sich nach längerer Pause ans Bloggen. Die letzten Wochen waren sehr busy, in der Gemeinde laufen die Vorbereitungen für den 10. Geburtstag auf vollen Touren, mit vielen Telefonaten, einigen Stunden am Computer, um Einladungen u. Plakate zu entwerfen etc… (Ich weiß, das muss nicht unbedingt der Pastor machen, aber der hier hat das nun mal als ersten Beruf gelernt…).

Was mich bzw. uns als Ehepaar natürlich auch auf Trab hält, sind unsere 3 Goldstücke. Der Kleine, der sich prächtig entwickelt (die ersten Kleider mussten wir schon wieder in die Kiste packen…), die Mittlere, die zusehends ihre Umwelt erkundet und auch schon mal anfängt, zu testen, wie weit sie gehen kann, und die Älteste, die in ihrer Rolle als “große Schwester” voll aufgeht. Da kommt keine Langeweile mehr auf.

In 3 Wochen geht’s zur Herbstkonferenz der FeG-Pastoren nach Langeoog. Das ist mal ne Woche zum Durchatmen – Freue mich schon drauf!


Hallo Welt!

Seit heute morgen um 04.43 ist unsere Familie zu fünft! Nachwuchs Nr. 3 hat uns eine schlaflose, anstrengende, spannende und glückliche Nacht beschert. Mutter und Kind sind wohlauf; ich begebe mich nach diesen Zeilen zu Bett, um ein bißchen Schlaf nachzuholen.

 

Bin aber ebenso glücklich über die gut verlaufene Geburt und gespannt, wie die beiden Mädels auf ihren Bruder reagieren werden… genau, es ist ein Junge!


Mutter(konsum)tag

Am 11. Mai ist Muttertag. Steht in meinem großen Wand-Terminkalender. Heute wurde ich extra von der Discount-Einkaufskette PLUS erneut auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Interessant fand ich, was auf deren Website unter der entsprechenden Rubrik als Muttertagsgeschenke angeboten werden. Da finden sich u.a.:

- Ayurveda- oder Hot-Stone-Massagen (Ok, die kann man immer gebrauchen, nicht nur als Mutter…)

- Ein Golf-Set (falls Mami mal Zeit und Lust zum Golfspielen haben sollte…)

- Ein Crosstrainer

- Eine “Fitness-Stange” (falls jemand Lust auf Pole-Dancing haben sollte…)

- Eine Geige (für die musisch veranlagten)

- Künstlerstaffelei incl. Farben sowie Zeichenblock und Pastellkreide (wie gesagt, für sowas braucht man Zeit…)

- Beauty-Aromabedampfer mit Lupenleuchte (ist nach unzähligen bekackten Babywindeln sicher verständlich…)

 

Ich habe nichts gegen eine Aufmerksamkeit zum Muttertag. Noch weniger habe ich gegen grundsätzliche Aufmerksamkeit, Respekt und Dankbarkeit gegenüber Müttern. Meine Mutter hatte 3 Söhne, arbeitete im landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit und führte den Haushalt. Und dafür bin ich ihr heute noch dankbar. 

Nur: wenn ich mir obige Liste anschaue, dann frage ich mich schon: Stehen Mütter auf Geschenke dieser Art, nur um ein “Dankeschön” zu bekommen? Oder ist es vielmehr so, dass der Einzelhandel wieder mal versucht, einen Tag dieser Art zu “hijacken” und ihn in einen Anlass zur Umsatzsteigerung umzuwandeln?

Das muss jede Mutter sicherlich für sich selbst beantworten. Wenn ich das aus der Perspektive eines Vaters sagen darf: Mir ist ein lachendes, herumtollendes Kind, das Spaß hat und im Herzen weiß, dass es geliebt wird, allemal lieber als fette materielle Geschenke. (Ist natürlich eine hypothetische Aussage, denn Vatertag wird bei uns nicht gefeiert. Nicht nur, weil unser Bollerwagen kaputt ist, sondern grundsätzlich nicht). Ich finde es viel wichtiger, ein offenes Herz zu haben als einen offenes Portmonaie.


Inseltagebuch, Teil 1

So, hier bin ich also auf der schönen Nordseeinsel Spiekeroog bei strahlendem Sonnenschein, während es im Rest Deutschlands wie aus Eimern kübelt. War zumindest zuletzt meine Wetter-Info. Habe den Tag zumeist am Strand verbracht, lesend und ausruhend. Jetzt sitze ich gerade im Internet-Café der Insel an einem wackligen Tisch mit einer ab und zu mal funktionierenden Internet-Verbindung. Habe vorhin erfahren, dass der Laden auch einen WLAN-Hotspot hat; zum Glück habe ich den eigenen Laptop dabei.

Mir schwirren im Augenblick viele Gedanken durch den Kopf, wirr, unsortiert, und ich denke mal, dass ich erst einmal richtig zur Ruhe kommen muss (bin auf dem besten Weg dahin). Die Kamera, die ich dabei habe (gehört meiner Frau) ist schon einige Male zum Einsatz gekommen; einige Bilder werden hier zu sehen sein.

Was am letzten Sonntag noch ganz besonders war, war das Wiedersehen mit unseren Kindern nach knapp 4 Wochen. Yasmin, die ältere, war so aufgedreht, dass sie einige Zeit gar nicht wußte, wohin mit der Energie und  Junia, die jüngere, ist zwischen Papa und Mama hin- und hergelaufen. Ganz richtig: sie läuft mittlerweile. Ich war dann anderthalb Tage mit meiner Familie bei meinen Schwiegereltern und bin dann hierher auf die Insel, und zum allerersten Mal ist mir das nicht so leicht gefallen. Aber ich brauche diese Auszeit, einmal im Jahr, um Gedanken zu sortieren, zu reflektieren und auch um vor Gott Ruhe zu finden. (Ein Ort, an dem mir das immer wieder gut gelingt, ist die katholische Kirche St. Peter in den Dünen hier auf Spiekeroog – eine für katholische Verhältnisse erfreulich schlichte Kirche, die den ganzen Tag offen ist…).

Melde mich bald wieder mit etwas besser sortierten Gedanken und hoffentlich einigen Inspirationen.


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