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Zurück auf der Insel

So, ich befinde mich am ersten Tag meiner jährlichen “Inselauszeit” in einem meiner Lieblingscafés, das glücklicherweise W-LAN hat. Das Wetter ist bombastisch (kein Wölkchen am Himmel), es fahren keine Autos, es ist ruhig, das Lebenstempo langsam, einfach herrlich.

Ich bin mittlerweile zum 11. Mal hier; wie immer “bewaffnet” mit viel zu vielen Büchern und viel Stoff zum Nachdenken. Diese jährliche Auszeit ist mir sehr wichtig geworden; ich schöpfe jedes Jahr unheimlich viel Kraft daraus.

Die Posting-Frequenz auf diesem Blog hat sich in den letzten Monaten zusehends verlangsamt, zum einen, weil mir einfach oft die Zeit fehlte, zum anderen, weil ich selten mir die Muße genommen habe, mal intensiv mich mit einem Thema zu befassen oder darüber nachzudenken. Als zusätzliches, konkurrierendes Hobby habe ich zuhause noch einen Garten, aber Gartentipps wären auf dem Blog hier, glaube ich, überflüssig und langweilig.

Werde trotzdem das Posten einstweilen nicht einstellen, es gibt doch immer wieder Dinge, die mich bewegen, nachdenklich herausfordern oder grübeln lassen.

Jetzt aber erst mal eine Woche lang Sonne genießen, mit Buch am Strand sitzen, lange Spaziergänge machen, viel Zeit zum Beten haben … herrlich!


Treibgut

So, ich befinde mich mittlerweile auf der Insel. Sturm, kübelnder Regen und Sonne wechseln sich ab, richtig schönes friesisches Herbstwetter. Bleierne Müdigkeit macht sich bei mir breit, und die beste Therapie dagegen ist ein gemütliches Kännchen Tee in meinem Lieblingscafé in Spiekeroog. Ansonsten tut jeder Atemzug der frischen, salzigen Luft gut und die wunderbare Ruhe; der langsame Lebensrhythmus.

Habe im Eingangsbereich der Pension, in der ich logiere, einen netten Satz gefunden:

“Millionen Menschen wollen ewig leben, dabei weiß kaum einer etwas mit einem verregneten Nachmittag anzufangen.”

Da ist was wahres dran.


Eehhh, ab in den Norden…

Ich weiß, dass die Anzahl meiner Blogposts in der letzten Zeit immer weniger wurde. Und das, obwohl es viel gibt, was mir so im Kopf rumgeht. Das Problem ist, dass es mir in den letzten Wochen einfach an Zeit mangelt, das alles in eine lesbare Form zu bringen. Diese Woche ist besonders busy, weil ich ab 17.10. für zwei Wochen weg bin: Eine Woche persönliche Einkehr auf der Nordseeinsel Spiekeroog und die zweite Woche auf der alljährlichen Pastoren-Herbstkonferenz der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland auf der Insel Langeoog.

Diese Einkehrwoche habe ich in diesem Jahr bitter vermisst. Es ist sauschwer, im Gemeindedienst zu stehen, wenn man nicht selbst Möglichkeiten hat, aufzutanken und sich von Gott füllen zu lassen. Für mich zumindest.

Ein Ort, den ich in Spiekeroog besonders mag, ist die katholische Inselkirche (die, im Gegensatz zu den evangelischen Kirchen, immer offen ist…).  Ein Produkt modernerer Architektur; man sitzt im Halbkreis auf Stühlen und nicht auf Bänken, und die Sitzreihen steigen vom Mittelpunkt des Raumes aus an. Im Mittelpunkt steht der Altar. Einige meiner katholischen Freunde mögen das als unmöglich empfinden; ich finde diesen Raum sehr schön (Holzkonstruktion mit Kupferdach – das schluckt alle Außengeräusche), gerade, wenn draußen “Schietwetter” herrscht, ein wunderbarer Raum, um Gedanken zu sammeln, Gedanken fliegen zu lassen, zu beten und auch Bibel zu lesen.

Ich mag ferner das rauhe Wetter, egal, ob Sonne oder Regen (letzteres wird Ende Oktober vermutlich wahrscheinlicher sein), die gute, gesunde Luft, den entspannten Lebensrhythmus auf der Insel und – natürlich – das gute Essen: Mir wurde mal gesagt, auf keiner Nordseeinsel gäbe es eine so hohe Restaurantdichte wie auf Spiekeroog. Wenn man eine der beiden Hauptstraßen (Norder- oder Süderloog) entlangläuft, dann könnte man allein vom Einatmen zufrieden dick werden (wenn man es nicht schon ist).

Ich freue mich drauf, mit meinen Stöcken mal wieder am Strand entlangzulaufen und mir ungestört stundenlang Gedanken zu machen und Freiraum zum Gebet zu haben. Stille in vollen Zügen zu genießen.

Mich für diese Zeit aus dem Blog abzumelden, macht wenig Sinn, da ich da vermutlich mal wieder mehr Zeit zum Bloggen habe und es auf der Insel ein wunderschönes Inselcafè mit WLAN und gutem Kuchen und Ostfriesentee gibt.

Aach, Kinners, ich bin so was von urlaubsreif… nicht nur körperlich, sondern auch geistlich!


Die Insel ruft …

spiekeroog-1Die letzte Zeit war anstrengend. Sowohl in der Gemeinde als auch zuhause (Drei kleine Kinder schlauchen auf die Dauer ziemlich, auch wenn es sehr schön ist und wir für jedes von ihnen dankbar sind). Und so sind meine Frau und ich im Augenblick ziemlich urlaubsreif. Ab morgen bin ich für zwei Wochen in Urlaub. Werde erst zur Kommunion meines Neffen nach Süddeutschland fahren, und dann mit der ganzen Family nach Norddeutschland. Ab Mittwoch nächster Woche steht dann wieder meine persönliche Einkehrwoche auf der wunderschönen Nordseeinsel Spiekeroog an.

Ich bin in diesem Jahr zum 9. Mal auf der Insel. Ich weiß, dass das für viele eine seltsame Vorstellung ist, immer wieder an denselben Platz zurückzukehren, aber für mich hat es etwas Wohltuendes. Es ist wie nach-Hause-kommen. Meine Frau ist in der Zeit mit den Kids bei ihren Eltern; ich spiekeroog-2weiß, dass sie genau so wie ich eine Auszeit braucht und bin deshalb sehr dankbar, dass sie mir die 5 Tage gönnt. Wir werden uns auch mal nach Möglichkeiten für sie umschauen, sich nach Schwangerschaft, 3 unmittelbar aufeinanderfolgenden Kleinkindphasen und dem Bändigen unserer kleinen Truppe mal aufzutanken.

Ich gehe nicht nur zum “Chillen” nach Spiekeroog. (Obwohl mir auch das sehr gut tut…). Ich merke, dass ich in der letzten Zeit geistlich ziemlich am Boden schleife: Ich mache wohl meine Arbeit als Pastor, ich lege Bibeltexte aus und predige – aber ich merke, dass in meinem eigenen Leben der Durst nach lebendigem Wasser stärker wird. Ich freue mich auf die Begegnung mit Gott – ich hatte eigentlich vor, dieses Jahr nur die Bibel mit auf die Insel zu nehmen, habe aber vor kurzem das Buch “Aufstieg aus der Asche” von Erwin Raphael McManus in die Hände bekommen. Da werde ich mal reinschauen.

spiekeroog-3Was auch dabei sein muss, sind meine Nordic-Walking-Stöcke, die Trinkflasche, die Sportschuhe und der MP3-Player. Ich freue mich schon, am Strand entlangzulaufen, die frische, salzige Seeluft zu genießen, dem Rauschen der Wellen zuzuhören (wenn ich nicht gerade Musik höre).

Ich habe im Laufe meines Dienstes gemerkt, wie sehr ich Zeiten der Stille und des Rückzugs brauche, um selbst aufzutanken. Um Gott zu suchen und ihn zu mir sprechen zu lassen. Um mich neu füllen zu lassen mit seinem Wort, mit Frieden, Ermutigung und neuen Gedanken und Perspektiven.

Ich fahre also auf die Insel, komme zur Ruhe und höre …


Ganz(heitlich) glauben – Inseltagebuch, Teil 3

So, hier sitze ich am zweitletzten Tag meines Inselaufenthaltes im Inselcafé (das auch einen Hotspot hat, nicht teurer ist als das Internetcafé und eine wesentlich größere Auswahl an Heißgetränken hat…). Neben mir einen Orignial-Ostfriesentee mit Kluntje (Kandiszucker, für Nicht-Friesen) und Sahne, Im Hintergrund singt Moya Brennan “Don’t give up”, draußen ist schönes Wetter und ich habe heute morgen im Rahmen des Jazzfestivals einen Gottesdienst mit Gospel- und Soulbegleitung in der neuen Inselkirche miterlebt. Ich bin schon fast versucht, zu sagen: “Besser kann das Leben kaum werden”, das einzige, was mir wirklich fehlt, ist meine Familie. Morgen früh werden mein Schwiegervater und Yasmin als Tagesgäste mitkommen und abends fahren wir gemeinsam zurück. Freue mich schon drauf. Und natürlich auch auf das Wiedersehen mit Junia und meiner lieben Frau am Abend.

Womit ich mich inhaltlich beschäftigt habe? Ich habe das vor kurzem vorgestellte Buch meines Kollegen Christof Lenzen, “Glauben genießen” durchgelesen (nachdem ich es vorher mal “quergelesen” hatte), ebenso ein Buch mit dem Titel “Lobpreis wie Popcorn” (dazu in den kommenden Wochen mal mehr) und gerade mache ich mich wieder an “Jesus von Nazareth” von Bendedikt XIV. (Übrigens: Ich habe nicht vor, katholisch zu werden, nur um etwaige Befürchtungen zu zerstreuen…)

Nachgedacht habe ich viel über die Frage, wie mein Glaube wieder direkter, unmittelbarer, lebendiger, tiefer werden kann. Das beschäftigt mich schon länger, vor allem, weil ich immer wieder den Eindruck habe, das mein Glaube so schnell geschäftig, “businesslike” wird, nach dem Motto: Ist ja schließlich mein Job. Auf die Dauer kann das aber nicht funktionieren, denn ich kann ja kaum anderen weitergeben, was bei mir selbst nicht oder nur unzureichend vorhanden ist.

Da kam die Lektüre des Römerbriefs in dieser Zeit gerade recht - ich blieb an den ersten Versen des 12. Kapitels hängen, Verse, die ich schon zig Male gelesen und über die ich schon mehrfach gepredigt habe:

Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.

Jeder mag ja diesen Text mit seinen eigenen Augen lesen und vielleicht sogar auf unterschiedliche Art und Weise verstehen. Mir wurde auf jeden Fall wichtig, dass Glaube etwas ist, was mein Leben bestimmen soll, und nicht nur als Gedankengespinst in meinem Kopf bleiben. Keine umwerfend neue Erkenntnis, nicht wahr? Aber irgendwie eine, die mich hier schwer beschäftigt hat. “Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an” – seid anders, richtet euch allein an Gott aus, auch wenn das heißt, gesellschaftlichen Gegenwind in Kauf zu nehmen oder Unverständnis und vielleicht sogar manchmal Spott.

Das ist ein für mich wichtiger Vers, weil ich zum einen ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin und eigentlich Konflikte scheue, auch wenn ich gerade in den Jahren meines Dienstes in der Hinsicht einiges dazugelernt habe. Zum Andern bin ich ein Mensch, der gerne “in Ruhe gelassen” werden möchte. Das hat manchmal seine Berechtigung, ich brauche, wie gesagt, ab und zu Zeiten der Stille, auch und gerade für mein geistliches Leben. Aber es heißt eben auch, dass ich oft in Gefahr laufe, die “formalen” Seiten meines Dienstes der Begegnung mit Menschen vorzuziehen. Auch ein Thema, an dem ich gerade intensiv arbeite. Ich bin ja mal gespannt, wo mich diese Gedanken noch hinführen werden und wie ich sie lebendig erhalten kann…


Vom Suchen und Finden der Stille – Inseltagebuch, Teil 2

Hier sitze ich also im Café in Spiekeroog und kann mit dem eigenen Rechner arbeiten – was für eine Erleichterung. Im Laufe dieses Postings finden sich auch einige Bilder, die ich in den letzten 2 Tagen gemacht habe. Diese Insel übt immer wieder eine eigenartige Faszination auf mich aus; nach spätestens 2 Tagen hat man sich an den langsamen, berechenbaren Lebensrhythmus gewöhnt. Hektik nützt nichts, weil sie einen aufgrund der fehlenden Mobilität (für Besucher ist selbst Fahrradfahren verboten, außer in begründeten Ausnahmenfällen) auch nicht weiterbringen würde. Außerdem kommt niemand hierher, um innerhalb von kurzer Zeit möglichst viele Sehenswürdigkeiten oder Touristenziele “abzubacken”, sondern um auszuruhen. Stille zu genießen. Vermutlich hat genau das die Besucherzahlen in den letzten Jahren stetig steigen lassen.

Ich beschäftige mich mit einigen Fragen, meine Berufung und meine eigene Beziehung zu Gott betreffend, vor allem, was Tiefe und Hingabe anbelangt. Ich hatte heute morgen schon eine schöne Zeit in der kath. Kirche, sie ist wie eine Art Zelt in die Dünen gebaut (Holzkonstruktion mit Kupferdach), der Altar ist der tiefste Punkt des Kirchenraums, die Sitzreihen sind halbkreisförmig drum herum aufsteigend angeordnet. Finde ich sehr angenehm. Und die Stille in dem Raum ist absolut herrlich, nur unterbrochen vom gelegentlichen Brausen des Windes und Möwen, die sich etwas näher am Gebäude befinden.

Das sind Zeiten, in denen ich merke, wie wichtig Stille für mich ist. Ich bin einer der Charaktere, die immer mal wieder Zeit für sich selbst brauchen, um Gedanken zu reflektieren und zu sortieren, um nachzudenken, zu beten, durchzuatmen.  Zeit, sich frei zu machen von allen Einflüssen, Anforderungen und Reizen, denen man im Alltag ausgesetzt ist, um Kraft zu sammeln. Mein Vorbild dabei: Jesus selbst. Der hat sich öfters, gerade nach Begegnungen mit vielen Menschen, nach intensiven Gesprächen und Predigten und auch nach Wundern zum Beten alleine zurück gezogen. Nicht, um zu “chillen”, sondern um im Gespräch mit seinem Vater Nähe, Orientierung und Bodenhaftung zu behalten.

Vielen Menschen fällt das schwer, einfach mal eine Zeit nichts zu tun und auch nicht mit Freizeitaktivität sich abzulenken oder ablenken zu lassen (Und gegen solche ist auch zunächst mal nichts einzuwenden). Ruhe und Stille macht viele hibbelig, sie sind es gewohnt, zu arbeiten, sich zu unterhalten, sich medial berieseln zu lassen. Das fordert einen permanent und macht müde – das kann ich gerade in Bad Vilbel, in Großstadtnähe beobachten. Ich selbst bin als Kind geprägt worden von den zeitlichen Abläufen, die ein landwirtschaftlicher Betrieb dem Leben so vorgegeben hat. Da war harte, schwere Arbeit dabei (im Sommer bis zu 12 Stunden…), aber auch Zeiten, in denen weniger zu tun war. Und der Sonntag war als Ruhetag heilig; da wurde nur das Vieh gefüttert und mehr nicht. Vielleicht sehe ich das im Nachhinein romantischer, als es tatsächlich war, aber irgendwie sehne ich mich manchmal nach diesem berechenbaren, ruhigen Leben zurück.Vor allem, wenn ich den Eindruck habe, die Aufgaben des Dienstes und des Alltags überrollen mich manchmal.

Da tut es gut, sich mal eine Woche “auszuklinken”. Ich mache das schon das achte Jahr in Folge und merke jedes Mal, wie ich in dieser Woche Kraft, Ruhe und Gelassenheit für die Zeit danach sammle. Auch wenn ich zuhause bin, tut es mir gut, mir mal einen Vor- oder Nachmittag (je nachdem, wann ich Zeit habe) für diese innere Neuausrichtung zu reservieren. Nicht zum Faulenzen, sondern um innere Positionsbestimmung vornehmen zu können.

Wie kannst Du Zeiten der Stille in Deinen Alltag integrieren? Darauf gibt’s keine Patentantwort, ich weiß nur, dass ein Mensch, der solche Zeiten nicht hat, irgendwann müde wird und, bei entsprechendem psychischen Profil, ausbrennt. Und das ist weder gut für den Betreffenden selbst, noch für seine Familie, noch – in meinem Beruf – für seine Gemeinde, es bringt Gott keine Ehre und vor allem: Jesus erwartet das nicht von uns. Was er von uns erwartet, ist, dass wir alles, was wir tun, zu seiner Ehre tun – und dazu gehört eben das Ausruhen, Nachdenken, Beten und geistliche Neuorientieren dazu…


Inseltagebuch, Teil 1

So, hier bin ich also auf der schönen Nordseeinsel Spiekeroog bei strahlendem Sonnenschein, während es im Rest Deutschlands wie aus Eimern kübelt. War zumindest zuletzt meine Wetter-Info. Habe den Tag zumeist am Strand verbracht, lesend und ausruhend. Jetzt sitze ich gerade im Internet-Café der Insel an einem wackligen Tisch mit einer ab und zu mal funktionierenden Internet-Verbindung. Habe vorhin erfahren, dass der Laden auch einen WLAN-Hotspot hat; zum Glück habe ich den eigenen Laptop dabei.

Mir schwirren im Augenblick viele Gedanken durch den Kopf, wirr, unsortiert, und ich denke mal, dass ich erst einmal richtig zur Ruhe kommen muss (bin auf dem besten Weg dahin). Die Kamera, die ich dabei habe (gehört meiner Frau) ist schon einige Male zum Einsatz gekommen; einige Bilder werden hier zu sehen sein.

Was am letzten Sonntag noch ganz besonders war, war das Wiedersehen mit unseren Kindern nach knapp 4 Wochen. Yasmin, die ältere, war so aufgedreht, dass sie einige Zeit gar nicht wußte, wohin mit der Energie und  Junia, die jüngere, ist zwischen Papa und Mama hin- und hergelaufen. Ganz richtig: sie läuft mittlerweile. Ich war dann anderthalb Tage mit meiner Familie bei meinen Schwiegereltern und bin dann hierher auf die Insel, und zum allerersten Mal ist mir das nicht so leicht gefallen. Aber ich brauche diese Auszeit, einmal im Jahr, um Gedanken zu sortieren, zu reflektieren und auch um vor Gott Ruhe zu finden. (Ein Ort, an dem mir das immer wieder gut gelingt, ist die katholische Kirche St. Peter in den Dünen hier auf Spiekeroog – eine für katholische Verhältnisse erfreulich schlichte Kirche, die den ganzen Tag offen ist…).

Melde mich bald wieder mit etwas besser sortierten Gedanken und hoffentlich einigen Inspirationen.


Ich bin dann mal weg…

Nein, nicht auf dem Jakobsweg, sondern auf der Insel. In der kommenden Woche mache ich meine jährliche “Auszeit” auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Das ist eine Woche im Jahr, aus der ich immer wieder seelisch, geistlich und unterm Strich auch körperlich Kraft für meinen Dienst und meine Familie schöpfe. Einfach mal alleine sein, ohne Telefon, ohne Laptop, ohne Termine und dienstliche Verpflichtungen, Bibel lesen, spazieren gehen, Nordseeluft schnuppern, bei – voraussichtlich – gutem Wetter meinen Gedanken nachhängen … die Vorfreude ist so groß, dass ich jetzt schon fast das Meer rauschen und die Möwen kreischen höre.

Ich bin allerdings nicht völlig aus dem Blog abgemeldet; ich habe vor ein Inseltagebuch (zunächst aus Papier) zu führen, aus dem dann der eine oder andere Auszug auch hier zu lesen sein wird (es gibt ein Internet-Café da…).

Ich hab’s geschafft, einen Übernachtungsplatz zum Schnäppchenpreis zu ergattern: 14,-€ pro Nacht für Selbstverpfleger. Günstiger geht’s auf den Inseln eigentlich nicht. Es ist zwar nicht wirklich eine Luxusunterkunft, aber das brauche ich ohnehin nicht.

Ich hab’s geschafft, meine Frau davon zu überzeugen, mir ihre Kamera auszuleihen (eine schöne neue Spiegelreflex-Digitalkamera). Da kann ich mich mal schön auf Motivsuche machen…

Und das allerbeste: Ich werde am Sonntag (bei meinen Schwiegereltern) meine beiden Mädels wiedersehen, kann gar nicht sagen, wie ich mich darauf freue!

See ya!


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