Schlagwort-Archive: Zeit

nice poem

FLY envious Time, till thou run out thy race,

call on the lazy leaden-stepping hours,

whose speed is but the heavy Plummets pace;

and glut thy self with what thy womb devours,

which is no more then what is false and vain,

and merely mortal dross;

so little is our loss,

so little is thy gain.

For when as each thing bad thou hast entombed,

and last of all, thy greedy self consumed,

then long Eternity shall greet our bliss

with an individual kiss;

and Joy shall overtake us as a flood,

when everything that is sincerely good

and perfectly divine,

with Truth, and Peace, and Love shall ever shine

about the supreme Throne  Of him,

t’whose happy-making sight alone,

when once our heav’nly-guided soul shall climb,

then all this Earthy grossness quit,

attir’d with Stars, we shall for ever sit,

triumphing over Death, and Chance, and thee, O Time.


John Milton, “On Time”

Weiß nicht wieso, aber mir hat’s gefallen …


FLY envious Time, till thou run out thy race,
Call on the lazy leaden-stepping hours,
Whose speed is but the heavy Plummets pace;
And glut thy self with what thy womb devours,
Which is no more then what is false and vain, 5
And meerly mortal dross;
So little is our loss,
So little is thy gain.

Zeit nehmen

War am Wochenende zur Diensteinführung eines Freundes als FeG-Pastor hier im Rhein-Main-Gebiet. Die Predigt beim Festgottesdienst hielt Burkhard Theis, Bundessekretär der Region Mitte-West (ok, das ist ein FeG-Insider…). Der hat eine sehr anschauliche Art, zu predigen. An eine Aussage kann ich mich besonders erinnern – gerade im Bezug auf die Zeit (oder den Mangel derselben), die mir oft in vollen Wochen zur Predigtvorbereitung übrig bleibt:

Es gab einmal einen Bischof, der sagte seiner Kirche: “Ich brauche 3 Tage Zeit, um meine Predigten vorzubereiten”. Das ist in unserer Zeit schwer vorstellbar. Aber von Bischof Eusebius von Cäsarea redet man heute noch, während ziemlich viele Hektiker schnell in Vergessenheit gerieten…”

Ich kann mich für die historische Korrektheit der Aussage über Eusebius nicht verbürgen. Aber der Kerngedanke der Aussage ist trotzdem gut und treffend.


Mein Blog-Besucherzähler…

… sieht im Augenblick aus wie die momentane Verlaufskurve des DAX an der Frankfurter Börse. :-( Habe im Augenblick einfach zu wenig Zeit, zu bloggen. Zumindest, was Sinvolles zu bloggen. Werde es nachholen, sobald wieder Luft ist – da schweben noch 2 Artikel zu den Themen “Gemeinschaft” und “Nachfolge”…


Vom Segen der (körperlichen und geistlichen) Bewegung

In ein paar Minuten werde ich vom Schreibtisch aufstehen, meine Tasche schnappen und ins Fitnessstudio (schreibt man doch nach den neuen Regeln mit 3 “s”, oder??) gehen, um mich in der Mittagspause meinem Training zu widmen.

Das und Nordic Walking (jaja, ich gebe es zu…) sind so die Sportarten, die ich im Augenblick und im Zuge meiner Gewichtsabnahme betreibe, um zur Bewegung zu kommen. Vom täglichen Fahrradfahren mal abgesehen. In der Kur, in der ich mich letzten November befand, fiel mir das leicht (da war man in einer Gruppe mit überwiegend hochmotivierten Gleichgesinnten), seit ich wieder zuhause bin, wird es zunehmend schwieriger, zum einen die Disziplin aufzubringen, zum anderen, die Zeit, die der Sport erfordert, mit meinem Tagesablauf unter einen Hut zu kriegen.

Trotzdem merke ich, dass ich viel mehr Puste habe als noch vor einem halben Jahr, mit dem Fahrrad Steigungen packe, von denen ich vor eben diesem halben Jahr nicht mal zu träumen gewagt hätte und über den größten Teil des Tages auch geistig wacher und präsenter bin (wenn die Kinder nachts durchgeschlafen haben zumindest…). Bewegung trainiert nicht nur die Muskeln, sondern bringt den ganzen Kreislauf in Schwung.

OK, das ist nichts Neues. Was ich aber in der letzten Zeit bemerke, ist, dass für den geistlichen Bereich ähnliche Regeln gelten. Wer sich nicht trainiert, rostet ein. Konkret: Wer sich nicht ins Gespräch mit anderen begibt, keine Zeit mehr findet, Bücher (oder zur Not Zeitschriftenartikel) zu lesen, sich eine ruhige Stunde zu nehmen um nachdenken zu können, der rostet geistig (und geistlich!) ein. Ich merke das immer daran, dass meine Predigten anfangen, sich thematisch im Kreis zu drehen und sich Aussagen manchmal von Sonntag zu Sonntag wiederholen.

Klar, es ist nicht einfach, sich in einem vollen Tagesablauf Zeit zu nehmen. Aber wenn ich das trotzdem schaffe, macht es sich bezahlt, in meiner eigenen Gottesbeziehung und auch in der Art und Weise, wie ich zu anderen von Gott rede. Der Ratschlag, auf genügend Bewegung zu achten, gilt also nicht nur für den physischen Bereich…


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